Seit knapp einer Woche nenne ich ein Expemplar dieser Spezies mein eigen, bisher ohne nennenswerte Probleme. Aber ich harre der Dinge, die da noch kommen werden.
“Nach meinem Vorschlag wird eine Frau mit 500 Euro Rente einen Euro im Monat für den Zahnersatz zahlen.” So wird unsere Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, die - nebenbei bemerkt - Lehrerin von Beruf ist, heute in mehreren Zeitungen zitiert.
“Wir Deutschen bekennen uns zu unserer historisch-politischen, moralisch-ethischen Verantwortung und Schuld, die Deutsche damals auf sich geladen haben.”
Ich nicht. Wie kommt also die Frau Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung darauf, in unser aller und somit auch in meinem Namen eine Kollektivschuld mit tränenerstickter Stimme auszusprechen?
Gestern Abend, ich wollte gerade das Licht ausschalten und mich ausgestreckt zur Ruhe legen - was mittlerweile wieder nahezu schmerzfrei möglich ist -, ließ zuvor gewohnheitsmäßig den Blick über die weiß gestrichene Zimmerdecke schweifen, um sicherzugehen, dass sich keine ungebetenen Gäste durch die geöffneten Fenster eingeschmuggelt haben, da schoss mir ein Gedanke durch den Kopf, der den Wunsch zu schlafen zunächst einmal verdrängte.
Gestern fing es bereits an, ein leichtes Ziehen ungefähr dort, wo der Orthopäde Ende letzten Jahres die Spritzen reingejagt hatte. Aber nur ganz leicht, so dass es sich noch ignorieren ließ.
Gestern war ich bei der VHS um mich für den nächsten Kurs anzumelden. Leider ist der Kursverlauf hier etwas anders. In Berlin haben wir den Vorkurs sowie die Kapitel 1 bis 3 durchgenommen.
Dass es mit unserem TV-Programm dank der privaten Fernsehsender nicht mehr allzu weit her ist, dürfte hinlänglich bekannt sein. Was die Produktionsfirma endemol, die neben vielen anderen für Formate BigBrother, Fear Factor und Fame Acadamy verantwortlich ist, als neueste Show-Idee ankündigt, drückt das Niveau endgültig ins Bodenlose: Deutschland sucht den Sperma-Star.
Eine geniale Erfindung unserer Zeit und außerdem voll im Trend: Brotbackautomaten. Manchmal kann selbst ich es mir nicht verkneifen mich dem aktuellen Hype anzuschließen und deswegen habe ich mir - etwas spät aber immerhin - vorgestern einen Brotbackautomaten samt diversen Brotbackmischungen gekauft.
Fast zwei Meter war er groß, blond und blass, ein nordischer Typ; mit Blaumann und T-Shirt bekleidet und einen schwarzen Koffer tragend stand er plötzlich vor mir.
Das Schuljahr, gefühlsmäßig vor kurzem erst begonnen, ist heute schon wieder vorbei. Das Heranwachsen und die Entwicklung des eigenen Kindes zeigt einem deutlicher als jeder Spiegel wie schnell das geht mit dem alt werden, was man doch eigentlich tunlichst vermeiden wollte.