Umzug mit Murphy

Ich habe bereits zweimal versucht, meine Katze beim Umzug zurückzulassen. Leider ohne Erfolg, Smacks wohnt immer noch bei mir. Diesmal habe ich mir die Hoffnung erspart und ihn direkt mitgenommen. Ich weiß nicht, wie oft ich schon versucht habe, ohne Murphy umzuziehen. Leider ohne Erfolg. Murphy war auch diesmal dabei.

Mit Murphy im Fahrstuhl

Am Freitag nach der Physiotherapie wollten das Gammelfleisch und ich eigentlich noch shoppen gehen. Auf dem Weg ins Luisencenter machten wir Halt beim Orthopäden, um ein Rezept abzuholen. Das lief auch soweit unkompliziert, bis wir wieder fahren wollten, aufgrund des Rollstuhls mussten wir für die eine Etage den Fahrstuhl benutzen. Dieser fuhr auch brav nach unten, blieb im Erdgeschoss stehen und verabschiedete sich ins Wochenende.

Murphy toppt sich selbst

Ich deutete es ja bereits an: Wir ziehen um. Dabei mussten wir unsere Pläne bereits mehrfach umwerfen und entgegen aller bisherigen Ideen, Gedanken, Äußerungen und Planung stand eigentlich endgültig fest: Das darkinchen zieht in seine erste eigene Wohnung nach Viersen und Frau dark* zieht zum aktuellen Lebensabschnittsgefährten nach Darmstadt. Bis heute Morgen 11:00 Uhr hatte dies auch noch Gültigkeit.

Einmal an den Rand des Chaos

Letzte Woche Montag kam ich im wahrsten Sinne des Wortes mit einem dicken Hals aus Darmstadt zurück. Bereits während des Tages fühlte ich mich nicht gut, während der Zugfahrt schwollen dann Hals, Mandeln, Mundschleimhaut und Lymphknoten an. Dienstag war ich dann völlig außer Gefecht gesetzt und schleppte mich zum Arzt. Der diagnostizierte eine Virus-Infektion begleitet von Aphten in der Mundschleimhaut.

Schneewittchensarg

Ich kann es immer noch hören, das Geräusch berstenden Glases, mit dem mein Traum heute geplatzt ist. Aber irgendwie kann ich es auch immer noch nicht fassen, dass es wirklich so gekommen ist, wie ich befürchtet hatte. Selbsterfüllende Prophezeiung? Ich habe das Teil nicht angefasst, bis jetzt noch nicht.

Murphy, das war jetzt unnötig!

Der vorgestrige Tag verlief noch ruhig, da kann ich nicht klagen. Nachdem ich geduscht hatte, räumte ich hier noch schnell die Heizkörper frei. Da ich die Heizungsfuzzis ja völlig vergessen hatte, wurde mir auch noch die undankbare Aufgabe zu teil, den Boden im Zimmer meiner Tochter bis zum Laminat freizuschaufeln. (Ich habe jetzt wieder reichlich Schmutzwäsche, damit mein Hausfrauenjob nicht langweilig wird.) Die Heizungsleute kamen, waren nett und lustig, tauschten die Ablese-Dinger aus (Ich habe jetzt welche, die per Funk abgelesen werden. Sehr suspekt!), hielten sich noch ein wenig mit Small-Talk auf und gingen wieder. Den Rest des Tages verbrachte ich damit, Dinge, auf die ich keine Lust hatte, aufzuschieben.

Aber gestern…

Tolle Idee!

Heute Morgen unter der Dusche schoss mir eine witzige Idee für eine Webseite in den Kopf. Gedanklich plante ich bereits zusammen mit meinem Lieblings-Informatiker (der noch gar nicht weiß, welches Glück ihm entgangen ist) die Umsetzung meiner Idee und das Layout. Die Domain stand auch fest.

Soweit, sogut. Ich war fertig geduscht, zog mich an, ging zur Arbeit, arbeitete, kehrte wieder heim, aß etwas und kontrollierte nebenbei das Internet. Meine Duschen-Kreativität war wieder vergessen – bis gerade eben.

Mit dem Gewehr zur Post

Am Mittwochmorgen klemmte ich mir das Gewehr unter den Arm und fuhr zur Post. Das Gewehr war natürlich in einem Karton verpackt, sonst wäre ich wohl niemals dort angekommen. Unterwegs dachte ich bei nahezu jedem Passanten: „Wenn du wüsstest, was ich hier unterm Arm trage …“ Und ich hatte das Gefühl, jeder starrt mich an und weiß, was ich unterm Arm trage. Das könnte allerdings auch an dem dümmlichen Grinsen gelegen haben, welches mir die absurde Situation ins Gesicht gemeißelt hatte. Als dann an der Kreuzung auch noch die Polizei an mir vorbei fuhr und der Beifahrer gewohnheitsgemäß einen Blick in die Seitenstraße, in der ich mich befand, warf, der dann natürlich mich traf, fiel ich vor Lachen fast vom Fahrrad.

Ich stellte mir vor, wie sie mich in schönster Hollywood-Manier mit vollem Körpereinsatz und bewaffnet bis an die Zähne unter lautstarkem Protest meinerseits zu Boden streckten, während die angeforderte Verstärkung mit Blaulicht und heulenden Sirenen von allen Seiten gleichzeitig auf mich zugerast kam und wenige Zentimeter vor mir stehen blieb … Aber hier drifte ich nun ab ins Reich der Phantasie und weg von dem, was ich eigentlich erzählen wollte.