6 Monate Nichtraucher

Yeah! Heute bin ich seit sechs Monaten Nichtraucher! Ab und zu ist der Gedanke „Jetzt eine Zigarette!“ zwar da, meist folgt ein „Ach Quatsch, brauchst du nicht!“, aber das bleibt auch nie lange. Nach wenigen Sekunden ist die Idee schon wieder vergessen. Selbst auf Feiern und unter Alkoholeinfluss gab es keine Entgleisung, der Wunsch nach einer Zigarette war auch nicht stärker. Zum jetzigen Zeitpunkt denke ich, es wirklich geschafft zu haben.

Erster Tag ohne

Der heutige Samstag … Zwar ist es uhrzeitmäßig bereits Sonntag, wenn ich das hier schreibe, aber vor dem Schlafen ist halt noch Samstag … Der heutige Samstag ist der erste Tag ohne Champix. Der Samstag heute vor zwei Monaten war der erste Tag ohne Zigarette. Wie bei den Zigaretten, so auch bei den Tabletten habe ich noch ein paar in Reserve. Für den Notfall quasi. Ich hoffe, dass ich sie nicht brauchen werde.

Vorletzter Schritt

Seit einigen Tagen habe ich auf eine halbe Tablette täglich reduziert. Die Halbwertzeit von Vareniclin beträgt 24 Stunden, weswegen die Wirkung solcher Maßnahmen meist mit einem, eher zwei Tagen Verspätung auftritt.

Absetzen mit Bewährungsprobe

Seit vergangenem Montag nehme ich Champix in halber Dosierung, also morgens und abends jeweils eine halbe Tablette. Ich komme mit dieser Dosierung gut zurecht. Ab und zu ist das Verlangen nach einer Zigarette da, meist situationsabhängig. Das war es vor der Halbierung der Dosis und danach nur an den ersten beiden Tagen etwas stärker. Eine harte Probe war der vergangene Samstag, an dem wir auf der Arbeit eine öffentliche Feier hatten.

Becoming Zombie

Gerade entdeckt: Die Haut in meinem Gesicht schält sich. Meine Tochter behauptet, das sei normal. Ich habe heftigst widersprochen – so heftig, wie das mit Zahnbürste im Mund nur möglich ist. Noch ist mein Zustand nicht Besorgnis erregend, da noch weitere Hautschichten vorhanden sind, ich bleibe allerdings unter meiner Beobachtung. Schön ist das nicht.

Zwischenbilanz

Heute auf den Tag genau nehme ich Champix seit sechs Wochen. Heute vor fünf Wochen habe ich meine letzte Zigarette geraucht und hatte bisher keinen einzigen Rückfall oder Ausrutscher. Zeit für eine Zwischenbilanz.

Nebenwirkungen

Die Übelkeit scheint langsam erträgliche Formen anzunehmen. Teilweise lässt es sich sogar morgens aushalten. Grundvoraussetzung: Vorher etwas essen und ruhig liegen. Der Magen hat sich schon so sehr daran gewöhnt, dass er das trockene Toast am Morgen fordert. Komplett neue Lebensgewohnheit. Abends ist mir nur selten übel davon und nicht so intensiv wie morgens.

Ständig habe ich einen trockenen Mund und das Gefühl auszutrockenen. An schlimmsten ist es morgens mit einer Pappfresse, als hätte ich die ganze Nacht einen Flokati sauber geleckt, aufzuwachen. Allerdings hat die Trockenheit auch etwas Gutes: Früher habe ich grundsätzlich zu wenig und fast ausschließlich Kaffee getrunken. Der Kaffee schmeckt jetzt nicht mehr so gut und ich trinke viel Wasser. Das schadet sicherlich nicht.

Vergessen

Gestern Abend habe ich meine Tablette vergessen. Vergangene Nacht träumte ich, ich sei auf der Arbeit und hätte, während ich das Leergut sortierte (Hallo?! Das ist nicht meine Aufgabe!), versehentlich und ganz aus Gewohnheit eine Zigarette angezündet. Als mir das auffiel, war ich am Boden zerstört, drückte die Zigarette unserem Hausmeister in die Hand, welcher mich sogleich mit einem Redeschwall zu beruhigen versuchte. (Wieso träume ich eigentlich ausgerechnet von unserem Hausmeister?

Der dritte Tag

Heute ist der dritte rauchfreie Tag. Tatsächlich habe ich es geschafft, bereits einen Tag vor meinem gewählten Stichtag auf die Zigaretten zu verzichten.

Gestern war es schlimm. Ich weiß nicht, ob es an der von mir gewählten Beschäftigung lag, ob am zweiten Tag vielleicht die Entzugserscheinungen schlimmer sind oder ob es einfach nur daran lag, dass gestern der erste Tag war, an dem ich nicht mehr rauchen darf. Wenn etwas erstmal verboten ist, will man es ja erst recht. Tagsüber war es die Hölle, abends auf der Couch ging es dann wieder. Heute Morgen war es auch schlimm, aber der Rest des Tages verläuft ganz angenehm.

Schnitt versaut

Gestern hatte ich Abenddienst, der in großen Teilen daraus besteht, sich die Beine in den Bauch zu stehen. Das wäre ja nicht weiter schlimm gewesen, wenn ich dabei alleine gewesen wäre. Aber mit ausschließlich rauchenden Arbeitskollegen und einer Menge Wut im Bauch aufgrund organisatorischer, kommunikativer und diverser anderer Defizite war gestern ein beinahe ganz normaler Raucherabend, was mich ärgert.