Eigentlich mag ich über das Thema nicht mehr reden noch nachdenken. Blöderweise zwingen einen die täglichen Schlagzeilen aber dazu, wenn man sich nicht wieder völlig vor der Welt verschließen will.
Als Hausaufgabe soll meine Tochter eine Tabelle in Excel anlegen. Schön und gut. Was aber tun die Kinder, deren Eltern nicht ein 279,00 Euro teures Produkt (Stand Juni 2005) besitzen (die Schüler-Version von Office 2003 kostet immerhin noch 140 Euro), oder gar einen Linux-Rechner, auf dem man Excel gar nicht installieren kann?
Kann mir mal kurz jemand erklären, wie das funktionieren soll, dass ein Bundeskanzler am 1. Juli das Misstrauen vom Bundestag ausgesprochen bekommt und nach einem eventuellen Wahlsieg im September vom Bundestag durch seine Wiederwahl das Vertrauen ausgesprochen bekommt?
Wenn man als ALG-II-Empfänger in die 1-Euro-Job-Maschinerie gerät, kann man sich schnell wie ein Sklave fühlen: entrechtet und bevormundet.
Anscheinend war es bis Mittwochmorgen kein Problem, dass ich die Stelle halbtags antrete.
Oh nein, wie theatralisch der Titel doch klingt! Aber genauso fühle ich mich jetzt gerade in diesem Moment, um 6:30 Uhr eines neuen und jetzt schon ausgesprochen ätzenden Tages.
Im Januar dieses Jahres war Termin für meine routinemäßige 3-Monats-Meldung beim Arbeitsamt, das bekanntlich zwischenzeitlich zur Agentur umgebaut wurde und seither augenscheinlich nur noch mit sich selbst beschäftigt ist.
Eine witzige Sache war der Euro-Rechner. Man tippte den aktuellen Inhalt eines Geldaufbewahrungsbehältnisses ein und ließ die Seite auswerten. Sollte gerade kein reales Geld vorhanden gewesen sein, konnte man das Teil spaßeshalber mit Phantasiewerten testen.
Wenn ich noch einmal zur Wohnungstür renne um zu sehen, wer da klopft, damit mir dort erst wieder einfällt, dass in der Erdgeschoss-Wohnung renoviert wird, was die Klopfgeräusche verursacht, stelle ich einen Antrag auf Entmündigung.
Vergangenheit, Zukunft und Aspekte haben wir nun durch und können, glaube ich, alle möglichen Zeitformen im Russischen bilden. Sollten die Tempi damit abgeschlossen sein, ist das System einfacher als in jeder anderen Sprache, die ich kenne.
Die deutsche Einheit existiert in einigen Punkten immer noch nur auf dem Papier. Stets wird in Statistiken, bei Geldleistungen usw. von den neuen und alten Ländern gesprochen.