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Politikverdrossenheit

 ·  ‚ėē 2 Minuten zum Lesen  ·  ‚úćÔłŹ dark*

Eigentlich mag ich √ľber das Thema nicht mehr reden noch nachdenken. Bl√∂derweise zwingen einen die t√§glichen Schlagzeilen aber dazu, wenn man sich nicht wieder v√∂llig vor der Welt verschlie√üen will.

Was mich an diesem rot-gr√ľnen Sauhaufen ankotzt, und zwar t√§glich mehr, ist die Verlogenheit, die Machtgeilheit und die v√∂llige Inkompetenz in jeder Beziehung. Nicht einmal Partei-Interna k√∂nnen die kl√§ren, ohne dass irgendein Depp mediengeil zur n√§chsten Zeitung hinrennt. Sie verschlie√üen die Augen vor der Wahrheit des t√§glichen Lebens in diesem Land und rennen blind irgendwelchen eigenen Idealen hinterher, die sie nicht benennen k√∂nnen, √ľber die sie sich nicht einmal einig sind. Nur wenn es darum geht, Buhm√§nner zu finden, denen sie die Schuld am eigenen Versagen in die Schuhe schieben k√∂nnen, dann sind sie gut.

Und nun auch noch das Hinwegsetzen √ľber unser Grundgesetz, diese Kompetenz√ľberschreitung des Herrn Bundeskanzlers, der da verk√ľndete, es w√ľrde Neuwahlen geben, und sich nicht entbl√∂det, seine Pl√§ne in der √Ėffentlichkeit zu diskutieren. W√§re ich Bundespr√§sident, w√ľrde ich den Bundestag schon aus Trotz nicht aufl√∂sen. Als einfacher W√§hler, der ich ja nunmal bin, fiele mir im Traum nicht ein, diesen Amateurschauspielern mein Kreuzchen zu schenken.

Was ich ihnen wirklich √ľbel nehme, ist, dass sie mir meinen Patriotismus nehmen, dass ich mehr und mehr aufh√∂re mein Land zu m√∂gen, dass ich vor einigen Monaten (es war noch irgendwann in Berlin) zum ersten Mal in meinem Leben mich ernsthaft mit dem Gedanken befasst habe, diesem meinem Land den R√ľcken zu kehren. Zuvor war ich stets davon √ľberzeugt, dass ich es nirgendwo so gut h√§tte wie hier. Heute bin ich mir nicht mehr so sicher, wobei ich nicht einmal genau sagen kann, woran das liegt. Doch macht es mich traurig.

Zwar glaube ich nicht, dass ‚Äědie anderen‚Äú unbedingt die bessere Politik machen. Offengestanden w√§re ich selbst v√∂llig √ľberfordert, teilte man mir die Aufgabe zu, den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Dennoch w√§re schon geholfen, wenn sich wenigstens die Art √§nderte, wenn das Gelabere aufh√∂rte und etwas weniger offensichtlich gelogen w√ľrde.

Vorsichtshalber werde ich meine Socken bis September nicht mehr wechseln bzw. waschen. Eine davon schicke ich dann per Postpaket durch die Republik, die andere fresse ich selbst. Ich brauche keine Kristallkugel um vorauszusehen, dass mir davon nicht einmal ansatzweise so √ľbel werden wird, wie von dem Anlass dieser Mahlzeit.

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