Excel

Als Hausaufgabe soll meine Tochter eine Tabelle in Excel anlegen. Schön und gut. Was aber tun die Kinder, deren Eltern nicht ein 279,00 Euro teures Produkt (Stand Juni 2005) besitzen (die Schüler-Version von Office 2003 kostet immerhin noch 140 Euro), oder gar einen Linux-Rechner, auf dem man Excel gar nicht installieren kann?

Glücklicherweise haben wir dieses Problem nicht, weil ich schon so bescheuert war, mir Excel zuzulegen, als es noch 779,00 DM (!) kostete. Selbstverständlich ist das aber nicht, da Excel eigentlich weniger zur Standard-Ausstattung eines Haushalts gehört. Aber so weit denken Mathematik-Lehrer anscheinend nicht.

9 Kommentare:

  1. oder gar einen Linux-Rechner, auf dem man Excel gar nicht installieren kann?

    Stimmt nicht ganz. Mitlerweile kann man, durch eine kostenpflichtige Opensource-Zusatzsoftware, auch MS-Office Programme sicher und stabil unter Linux zum Laufen bringen. Bei mir in der Firma auf jeder Linux-Workstation verfügbar.

    Im Endeffekt kommen zu den Officekosten aber nun wieder die Kosten zum Crossover hinzu. Für den Ottonormalverbraucher also in keiner Weise eine Alternative…

    Ich wusste es immer: Lehrer sind doof ;-)

    • Ok, diese Zusatzsoftware kenne ich (noch) nicht. Vor längerer Zeit habe ich mit wine rumexperimentiert (unter SuSE 7.1) und war davon wenig überzeugt.

      Deinem Schlusssatz stimme ich vorbehaltlos zu. ;-)

  2. Alternativ wäre natürlich auch die Verwendung von OpenOffice möglich – die erstellten Vorlagen sollten sich problemlos in Excel öffnen lassen, und es ist auch ganz ähnlich aufgebaut. OpenOffice kost‘ nix, und unsere Regierung hat letztes (oder voriges?) Jahr mächtige Anstrengungen unternommen, OO hier in Luxemburg auch in Behörden und Ämtern einzuführen – ob’s auch in den Schulen verwendet wird weiss ich jetzt aber nicht.

    Sind Lehrer wirklich doof? Oder schreibt man das nur anders: „Leerer“ ;-)

  3. Erschütternd ist in der Tat die Selbstverständlichkeit mit der Lehrer annehmen, dass man eine sinnlos teure Software, wie Excel einfach zu Hause hat.

    Obwohl Excel ist das einzige ms-programm das ich für gut halte, hab‘ gerne mit ihm gearbeitet, würde mir es allerdings trotzdem nie kaufen sondern Open Office nehmen. Und wer von mir excel verlangt hat Pech.

    Ausserdem erlebe ich hier ein Novum. Du bist die erste von der ich höre, sie hat excel, bzw. ms-office regulär gekauft. Ich kenne nur Leute – davon allerdings jede Menge – die sich das vom Freund, Nachbarn, aus der Fa. oder sonstwo kopierten, keiner hatte das gekauft.

  4. Ich würde ja eher denken, daß der Lehrer sein Excel natürlich nicht gekauft hat, sondern sich so wie (fast) alle andern auch besorgt hat. Deswegen kommt er gar nicht auf die Idee…

    Ansonsten wär das ein Grund für mich da mal vorstellig zu werden und diese Dinge zu klären. Nicht nur wegen der Kosten.

    Ach – und deiner Tochter würde ich versuchen zu erklären, daß OO, zumal in der neuen Version, viel cooler ist. Daß das die richtigen Könner benutzen und M$-Produkte nur die, die es nicht besser wissen.

  5. Das mit dem „verarmen“ hast du schön gesagt, dark*. :-))

    Hast etwas dagegen, wenn ich das bei passender Gelegenheit verwende?

    @phileas: Dass sich der Lehrer das excel auch nur besorgte, war auch für mich ein sehr naheliegender Gedanke. Denn wüsste er was das Zeug kostet, würde er nicht so selbstverständlich annehmen, jeder hat excel oder Office zu Hause. Aber es gibt nochwas. ms verschenkt gerne an Institutionen oder auch Lehrer, Dozenten das ms-Office. Oder zu einem ganz geringen Unkostenbeitrag, damit das Kind einen Namen hat, sprich es nicht einfach als verschenkt gewertet werden kann. Eine bessere Geldanlage gibt es nämlich nicht, als Leuten die office heftig weiterverbreiten, das Ding möglich zum Nullltarif unterzujubeln.

  6. @Louis

    Natürlich ist OpenOffice eine Alternative, ebenso wie die Microsoft Works Suite, die wir auch in zweifacher Ausfertigung haben, weil sie kostenlos bei den Rechnern dabei war. Die Works-Dateien lassen sich auch mit Excel öffnen (ein paar Formatierungen gehen – glaube ich – verloren), was insofern wichtig ist, da bei mir Excel und der Drucker installiert sind, bei Schatzi aber nur Works. Ob der Funktionsumfang derselbe ist, habe ich noch nicht überprüft.

    ABER: So ein Lehrer ist ranghöher als die Eltern. Und wenn der erzählt, es muss Excel sein, dann muss es Excel sein. Ausnahmen bilden nur die Schüler, die dem Lehrer erklären können, wie so ein Computer funktioniert, also die Freaks. Zu denen gehört meine Tochter nicht, jedenfalls nicht bei so schnöden Dingen wie Tabellenkalkulation oder Textverarbeitung usw. Ich musste den Beweis antreten, damit sie mir glaubt, dass sie auch Works benutzen kann. Trotzdem sitzt sie lieber an meinem Rechner und arbeitet mir Excel. Das macht mehr her. ;-)

    @Thot

    Irgendeiner muss ja dafür sorgen, dass Bill in Open-Source-Zeiten nicht verarmt. ;-)

  7. Ich weiß gar nicht, ob der Lehrer überhaupt Excel zuhause hat. Auf den Schul-Computern ist es jedenfalls installiert.

    Neuerliche Nachfragen haben übrigens ergeben, dass die Schüler, die kein Excel haben, eine Tabelle von Hand schreiben sollen und dazu notieren, wie sie die Formeln eingeben würden. Dort vorstellig zu werden wäre ein bisschen albern, weil wir ja die nötigen Programme haben.

    Meiner Tochter werde ich übrigens nicht erklären, dass OpenOffice viel cooler ist, weil ich nämlich gar kein OpenOffice habe. Ich schieß mir doch nicht selbst ins Knie. *g* Von meiner persönlichen Neigung völlig unabhängig, blieb mir bisher gar nichts anderes übrig, als beruflich MS-Produkte zu nutzen (bei den letzten beiden und beim aktuellen Job, wo ich täglich mit Windows 2000, Access, Word und Excel arbeite).

    Eigentlich wollte ich hier keine Diskussion mit dem Thema „Microsoft gegen den Rest der Welt“ starten, obwohl ich feststellen muss, dass man damit die Kommentare gut pushen kann. Vielleicht komme ich auf das Thema gelegentlich zurück, wenn ich mal wieder den Eindruck habe, dass meine Webseite vereinsamt. ;-)

    @Thot

    Das Zitat darfst du gerne verwenden. ;-)

    • Danke. ;-)

      Die Mechanismen zu kennen, mit denen man sein Blog aufmörteln kann, kann nicht schaden. Irgendwann sicher brauchbar. Ich könnte ja noch Apple ins Spiel bringen. ;-)

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