Erklär mir die Welt

Kann mir mal kurz jemand erklären, wie das funktionieren soll, dass ein Bundeskanzler am 1. Juli das Misstrauen vom Bundestag ausgesprochen bekommt und nach einem eventuellen Wahlsieg im September vom Bundestag durch seine Wiederwahl das Vertrauen ausgesprochen bekommt?

9 Kommentare:

  1. Darüber habe ich auch schon nachgedacht, direkt beantworten kann ich es nicht.

    Aber: Der Bundestag, der ihn nach einer Bundestagswahl wählen würde, wäre nicht mehr der selbe wie jetzt, sondern ein neu gewählter und somit – mehr oder weniger – neu besetzter. Daher sollte das nicht unproblematisch sein und ich finde es auch nicht wirklich unlogisch.

    Aber ich glaube eh nicht daran, dass sich diese Frage noch jemand stellen muss. ;-) Jedenfalls nicht, wenn das mit dem Misstrauensvotum klappt.

    • Ich glaube auch nicht daran.

      Selbstmord aus Angst vor dem Tod

      Diese Überschrift, die nach der verlorenen NRW-Wahl durch die Medien geisterte, ist meines Erachtens der beste Titel für die Schmierenkomödie, die uns derzeit geboten wird.

    • Kleine Korrektur: „nicht problematisch“ sollte es natürlich heißen, wenn das wohl auch aus dem Zusammenhang zu erkennen ist.

  2. Also …..

    Der Bundestag spricht dem Bundeskanzler , natürlich abgesprochen , das Misstrauen aus … das ist zwar nicht Illegal , aber auch nicht wirklich Legitim , aber darüber wird dann der Bundespräsident entscheiden.
    bei der *hust* „“Wiederwahl““ ist es kein Problem ihn erneut als Bundeskanzler Vorzuschlagen und zur Wahl zu stellen , es steht in keinem Gesetz das ein Bundestag , und es ist nach einer Wiederwahl der selbe , verbietet nicht seine Meinung zu ändern ……..
    Ihm wurde ja das Vertrauen entzogen , welches er .. naja also Theoretisch wiedererlangen könnte, zumindest dachten sich das so die Väter der verfassung

    • Wie das technisch funktioniert und der rechtliche Hintergrund waren mir schon klar. Mit dem Sinn jedoch hapert’s. Ich habe mich ja auch nicht von meinem Mann scheiden lassen, um ihn anschließend wieder zu heiraten … ;-)

      • Wer sich die Frage nach dem Sinn stellt, kommt recht rasch dahinter, dass Schröder sich einen guten, einen raschen Abgang verschaffen will oder, die noch bösartigere Variante, seinen Industriefreunden, dem Kapital einen letzten Gefallen tut, indem er dafür sorgt, dass die CDU/FDP ein Jahr früher an die Regierung kommt. Ich bevorzuge die zweite Denkweise.

        Denn sollte der unwahrscheinliche Fall (ich fress‘ eine ungewaschene Socke, wenn das passiert) eintreten, dass die SPD gewinnt – an den für die jetzige Regierung äusserst ungünstigen Machtverhältnissen im Bundesrat ändert sich nichts, d. h. die vorgezogene Wahl ist eigentlich überflüssig, wenn sie nicht nur dem Zweck dient die anderen früher in die Regierung zu bringen. Das ist bei einem SPD-Kanzler jedoch eindeutig Verrat an seiner Partei.

        • Achso, hatte ich vergessen. Ich kenne zwei Männer, welche die gleiche Frau wieder heirateten. An eine befriedigende Auskunft, warum sie das taten, konnten sie allerdings nicht geben. ;-)

      • Ach naja , man kann sich ja nochmal neu in die selbe Person , bzw in den selben Knazler verlieben , vieleicht lernen wir ihn jetzt von einer ganz anderen Seite kennen …. ;-)

        • Wenn ich mir die Seiten anschaue, die wir in den letzten sieben Jahren an ihm kennen lernen durften, bin ich auf bis dato unbekannte Seiten gar nicht scharf. ;-)

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