Es hat ja nun schon ewig kein “Was war inzwischen” mehr gegeben. Irgendwie dreht sich hier alles nur noch um meine Krankheit, was mir teilweise selbst gewaltig auf die Nerven geht.
Als ich am Morgen des 26. Mai zur Untersuchung zum Arzt musste, war ich kurz davor aufzugeben. Bereits in den Tagen zuvor bahnte sich das Unheil an, am Montagmorgen konnte ich dann endgültig nicht mehr.
Mich überfordert der Login bei der Telekom mit schöner Regelmäßigkeit. Da wäre einmal das Problem, dass dies die einzige Seite im gesamten Internet ist, deren Zugangsdaten ich mir ums Verrecken nicht merken kann.
Schon auf meinem Android-Smartphone habe ich gerne die App Kundencenter der Telekom genutzt und war nach dem Kauf meines Windows-Smartphones sehr erfreut, dass es diese im Windows-Store auch gibt.
In den vergangenen drei Tagen habe ich die erste Talwanderung hinter mich gebracht. Eigentlich fing alles ganz harmlos an und eigentlich ging es mir die ganze Zeit auch den Umständen entsprechend gut.
Ich nehme Tropfen gegen die Nebenwirkungen von den Tabletten, die ich gegen die Nebenwirkungen von der Spritze nehme, die ich mir gegen die Nebenwirkungen von dem Gift der Chemotherapie geben muss.
Ich bin ein Mensch, der gerne die Kontrolle hat, immer und über alles. So entschloss ich mich dann auch, am kommenden Wochenende, wenn das darkinchen wieder zu Besuch ist, mein Kopfhaar abzurasieren, egal ob es schon ausfällt oder nicht.
Bei meinem ersten Klinikaufenthalt schon habe ich beschlossen, dass mein Tumor einen Namen braucht. Immerhin müssen wir noch mindestens ein halbes Jahr miteinander klarkommen.
Das ist wohl eine Nebenwirkung von der Chemo. Zytostatika, die schnellwachsende Zellen bekämpfen sollen, machen keinen Unterschied zwischen gut und böse.
Um 05:12 Uhr wurde ich wach, um 06:23 Uhr torkelte ich schlaftrunken zur Toilette, um 06:35 positionierte sich der Kater vor der Badezimmertüre, zunächst beobachtend, wenige Minuten später sein morgendliches Kampfgebrüll anstimmend.
Meine Haare müssten dringend geschnitten werden. Aber da gibt es ein paar Probleme, die mich davon abhalten.
Ich kann mich immer noch nicht so gut bewegen.