Uff, gleich muss ich zum Flughafen fahren, heute kommt Besuch. Vorher muss ich aber noch aufräumen, Geschirr spülen, staubsaugen und duschen wäre auch nicht schlecht.
Heute vor 20 Jahren bekam der Stern die Bestätigung, dass die angeblichen Hitlertagebücher gefälscht waren, und das deutsche Volk die seine, dass Journalismus und Recherche sich nur noch schwer in einem Satz unterbringen lassen.
Ich ging also mit meinem spießigen Blumenstrauß los. Bei sowas fühle ich mir immer ziemlich blöde, bei allem, was “man halt so macht”, sei es nun die Hand geben, mich vorstellen und meinen Namen nennen oder eben Blumen übergeben.
Jemand fragt, was ich denn so mache, Hobbys, Interessen und sowas halt. Ich antworte: “Lesen, Schreiben, mein Computer” Sonst nichts? Irgendwas musst du doch machen, kannst doch nicht immer nur in der Wohnung rumsitzen.
So, nach meinem Text von heute Morgen hier noch ein wenig Allgemein-Blabla.
Ich war erstaunt, dass das Internet nach acht Monaten Abstinenz noch genauso aussah wie zuvor.
So, wieder halbwegs gesund.
Allerdings habe ich nicht viel mitzuteilen. Als ich vor zwei Jahren mein unbedeutendes, verschissenes kleines Leben noch für interessant genug hielt um es hier öffentlich zu machen, passierte ständig irgendetwas, größere und kleinere Missgeschicke etc.
Seit gestern bin ich endlich frei … und krank, weswegen ich meine wiedergewonnene Freiheit nicht angemessen zelebrieren kann. Zur Feier des Tages gönne ich mir heute Abend ein Becherchen des guten MediNait von Wick, das enthält immerhin 18 Vol.
Ein seltener Zustand in diesen Tagen, Wochen, Monaten, in dieser Phase meines Lebens, die vermutlich eine Ewigkeit dauern wird. Mindestens jedoch eine halbe.
Eigentlich sollte es hier noch weiter gehen. Aber dummerweise ist heute, am 15. Dezember 2002, als ich endlich nach Stress und Internetlosigkeit alles hochladen wollte, was ich in den vergangenen Monaten geschrieben habe, meine Festplatte kaputt gegangen und mein Geschreibsel ist wahrscheinlich auf ewig verloren.
Als der Gedanke an eventuell vorhandenes Ungeziefer erstmals auftauchte, waren der Mietvertrag unterschrieben und die Schlüssel bereits übergeben. Blieb also nur die Hoffnung, die sich allerdings als Flop erweisen sollte.