Aufraffen

Uff, gleich muss ich zum Flughafen fahren, heute kommt Besuch. Vorher muss ich aber noch aufräumen, Geschirr spülen, staubsaugen und duschen wäre auch nicht schlecht. Viel Zeit bleibt mir nicht mehr. Gerade musste ich auch noch feststellen, dass irgendein Idiot die nassen Handtücher im Trockner vergessen hat. Jetzt riechen sie wie totes Meerschwein und müssen nochmal gewaschen werden. Ich sollte mir eine Dose Chappi mit Hirn kaufen, notier’s gleich mal auf dem Einkaufszettel. Ich frage mich manchmal, wofür ich überhaupt noch Einkaufszettel schreibe, ich vergesse sie ja doch immer, wenn ich einkaufen gehe. Aber wenn ich wiederkomme, freue ich mich jedesmal, wenn ich auch alles gekauft habe, was auf dem Zettel steht. Jeder beschafft sich Endorphine auf seine Art.

Der Kater liegt lieber faul im Bett rum, statt endlich mal die beiden Fliegen zu fangen, die gerade über dem Wohnzimmertisch den Akt der Vermehrung vollziehen; darki sitzt lieber am PC und tippt, statt endlich mal oben erwähntes zu erledigen. Die Sonne scheint, der Tag ist träge. Nur ein Vogel stört mit seinem unermüdlichen Gepiepse die Ruhe, die sich hier gerade ausbreitet; sein Glück, dass ich kein Luftgewehr besitze.

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