… bis ich duschen ging, weil ich - wie jeden Donnerstag - Real Life spielen musste.
Ich kam aus der Dusche und ging zum Schreibtisch, um auf die Uhr zu schauen.
6:55 Uhr in Duisburg stehe ich am Bahnsteig und warte auf K., deren Zug soeben eingetroffen ist. Gegenüber fährt unser Zug drei Minuten später fahrplanmäßig ab.
Mein Handy klingelt, habe wieder einmal vergessen es auszuschalten. Die Nummer auf dem Display sagt mir zunächst nichts. Ich nehme das Gespräch an, höre eine Männer-Stimme, die sagt: “Da ist jemand”, und eine andere Person flüstern: “Leg auf!
Seit heute bin ich nun wieder offiziell arbeitslos. Jawoll! Und in meiner Eigenschaft als Arbeitsloser hab ich mir dann sogar das Taxifahren verkniffen, weil ich original dachte: “Arbeitslose fahren nicht Taxi.
Für heute war der Termin mit dem Abschleppdienst, der mein im Dezember dem Vandalismus zum Opfer gefallenen Auto abholen sollte. Aber leider ist das etwas dumm gelaufen.
Arcor fragt schriftlich an, ob ich noch Interesse an dem Telephon hätte, da das Paket zurückgekommen sei.
Das hatte ich total vergessen, ich habe ja ein Telephon bestellt.
Ich musste meine USt-Voranmeldung machen. Seit dem Feuer im August hab ich alle Papiere in einen Schuhkarton geschmissen, nichts sortiert, nichts geordnet, ohne Nachdenken, ohne Interesse - entgegen früherer Gewohnheiten.
Jedesmal das gleiche, wenn ich wach werde: Erstmal scheiße fühlen, weil ich überhaupt wach geworden bin, dann ein Blick auf die Uhr: 10:00 Uhr - morgens oder abends?
Mir reicht’s! Ich habe meine Scheiß-HP fast fertig, wollte gerade anfangen, die ersten Scheißdateien in dieses Scheißinternet zu laden, da funzt dieses verdammte was-weiss-ich-wie-man-das-nennt von diesem verdammten geocities nicht, mit dem man die Scheißdateien vom Scheiß-PC ins Netz lädt!
Yep! Ein Tagebuch. Allerdings hab ich ihm nur eine Seite gewidmet, da der Tagesablauf nur unwesentlich variiert und eventuelle Highlights - die meist ebenso unerwartet wie unerwünscht in mein Dasein dringen - ohnehin an anderen Stellen schriftlich festgehalten werden.
Allerdings hat mich 13 Stunden fern der Heimat nun doch ein Fieber gepackt, das mich dazu veranlasst hat, etwas auf meinem Rechner zu installieren, wogegen ich mich bisher erfolgreich gewehrt habe: ICQ.