Es hat sich einiges verändert in letzter Zeit, so auch manche meiner Gewohnheiten. Während bis vor einigen Tagen Wachwerden und Aufstehen eins waren, liebe ich es mittlerweile, mich im Bett noch einmal einzukuscheln, umzudrehen, ein wenig zu dösen, irgendwelche Gedanken nachzuhängen, was weiß ich.
Heute ist der dritte rauchfreie Tag. Tatsächlich habe ich es geschafft, bereits einen Tag vor meinem gewählten Stichtag auf die Zigaretten zu verzichten.
Küchenplatte ruiniert, DVD-Laufwerk geschrottet. Uff.
Was ist passiert?
Ich bastele zurzeit an einem Formicarium für meine Ameisen. In die handelsübliche Tierbox baue ich hinten eine Acrylscheibe ein, die mit Sand gefüllt wird.
Gestern hatte ich Abenddienst, der in großen Teilen daraus besteht, sich die Beine in den Bauch zu stehen. Das wäre ja nicht weiter schlimm gewesen, wenn ich dabei alleine gewesen wäre.
Jemand zeigt mir sein Smartphone. Da ich so ein Teil noch nie in Aktion gesehen habe, geht er online, um mir die Eingabe über die virtuelle QWERTZ-Tastatur anhand von Google zu demonstrieren.
Da in der Packungsbeilage nichts über den Konsum von Alkohol während der Tabletteneinnahme steht, habe ich die Wechselwirkung gestern im Selbstversuch getestet.
Gestern Abend habe ich zum ersten Mal eine zweite Tablette nehmen müssen. Geschlafen habe ich recht gut, von Einschlafproblemen abgesehen - aber diese führe ich nicht auf die Tabletten zurück, die waren vorher schon da.
Ich habe nicht vor, hier 120 Tage lange jede Pilleneinnahme zu dokumentieren, aber am Anfang ist das alles noch spannend und neu, da lässt man sich ja gerne etwas häufiger über ein Thema aus.
Seit Stunden versuche ich nun schon, einen Beitrag über die Tabletten zu schreiben. Wozu überhaupt, frage ich mich. Das Thema ist so unendlich banal, dass es mich nicht im geringsten interessiert.
Nichts reißt mich so zuverlässig aus dem Schlaf wie das Wort “verschlafen”. Besonders blöd, wenn ich diejenige bin, die hätte wecken und nicht eine Stunde später geweckt werden sollen.