Sauerbraten und Kollegen

Zähneknirschend

Heute Morgen war ich – wie immer – um 7:50 h am Büro. Blöderweise war ich die Einzige, die so früh da war. Zunächst wartete ich im empfindlich kalten Nieselregen, ob noch jemand eintrudelt, der dann auch einen Schlüssel hat, was leider in den folgenden 20 Minuten nicht der Fall war. So ging ich dann erstmal zum nächstgelegenen Supermarkt mit Bäckerei, um dort einen Kaffee zu trinken und mich aufzuwärmen. Anschließend inspizierte ich das Supermarktsortiment, kaufte irgendwas und ging dann zurück zum Büro. Es war immer noch niemand da. Ich wartete bis mir Ohren, Nase, Finger und Zehen abgefroren waren. Ich wartete bis 9:10 h.

out of order

Die versprochene Zusammenfassung der Ereignisse – Oder: dark* wird alt

Letzte Woche Freitag machte ich mittags das Bett meiner Tochter, als die Hexe mir in den Rücken schoss. Unter gleichzeitigem Lachen und Schmerzgestöhne legte ich mich erstmal flach auf den Kinderzimmerboden. Langsam werden diese ständigen Rücken-Wehwehchen peinlich und lästig.

Verletzungspech

Mein Verletzungspech im Stall will nicht enden. Nachdem ich den Arschtritt einigermaßen überwunden hatte, klemmte ich mir vor zwei Wochen beim Füttern der Pferde den Ringfinger der linken Hand so sehr ein, dass die Fingerspitze zunächst für zwei oder drei Stunden völlig taub war. Seither kribbelt sie mal mehr mal weniger, hört aber nie so ganz damit auf. Stets bin ich mir der Existenz meines Ringfingers bewusst. Was ich damit sagen will: Ich habe zwar keine Schmerzen, aber ich spüre, dass der Finger da ist, wie ein Fremdkörper. Das ist ziemlich nervig auf Dauer.

Ferien im Stall

Der Ferienkurs im Stall fand von Dienstag bis Samstag jeweils von 9:00 h bis 13:00 h statt. Puh, früh aufstehen in den Ferien! Aber was soll’s, für Pferde tun wir ja fast alles.

Bange Monate

Die Stute, die im Februar bereits einmal krank war, die Stute, die das Lieblingspferd meiner Tochter und mir im Stall ist, bietet nun ein trauriges Bild.

Arschtritt

Das Wetter gestern Morgen war sehr angenehm, nicht zu warum und trocken, was das frühe Aufstehen etwas erleichterte. Da der heutige Freitag ein Feiertag ist, wurde die Reitstunde von Schatzi auf den Donnerstagvormittag vorverlegt.

Tiergeschichten

Ich will die letzten Tage zusammenfassen, und im gedanklichen Rückblick ergab sich kein besserer Titel als eben dieser.

Katzen auf der Flucht

Neulich miaute etwas laut, herzzerreißend und ziemlich penetrant im Treppenhaus. Mein Mitbewohner wollte den Geräuschen auf den Grund gehen und öffnete unsere Wohnungstür. Etwas Schwarzes huschte blitzschnell ins Wohnzimmer, was nicht unbemerkt von unserem Kater blieb, der sofort große Augen machte, zu doppelter Größe heranwuchs und zur verkörperten Revierverteidigung wurde. Um ein Blutbad zu vermeiden, schnappte ich mir Katerchen und sperrte ihn – unbeeindruckt von seinem Protestknurren und -fauchen – in die Küche. Die schwarze Katze hatte zwischenzeitlich ihren Irrtum bemerkt und lief verzweifelt, miauend, verschreckt und völlig orientierungslos in unserem Flur hin und her. Eine Frau, die vermutlich zu den neuen Nachbarn in der Wohnung über uns gehört, kam die Treppe herunter, griff sich das Kätzchen und verschwand wieder ohne ein weiteres Wort. Macht doch nichts, Frau Nachbarin, Sie brauchen sich nicht entschuldigen, das kann ja mal passieren, dass die Katze entwischt… Vor der wäre ich auch weggelaufen.

Kaninchen

Dieses Jahr gibt es zu Weihnachten ein Kaninchen bei uns. Aber bevor jetzt die Tierschützer auf den Plan gerufen werden von wegen Tiere unterm Weihnachtsbaum und so: Es ist schon tot. Momentan liegt es im Kühlschrank und wartet darauf, durch ein Meer von Buttermilch zu seiner letzten Reise in den Backofen antreten zu dürfen. Lecker!

Teenie zu Pferd

Seit knapp einer Woche nenne ich ein Expemplar dieser Spezies mein eigen, bisher ohne nennenswerte Probleme. Aber ich harre der Dinge, die da noch kommen werden. Gerüchten, eigenen Erfahrungen und Berichten anderer Teenager-Halter zufolge, sind selbige bisweilen ungenießbar, unausstehlich, unansprechbar, unberechenbar, unbelehrbar, unerziehbar, oft ungepflegt, manchmal sogar unauffindbar. Es gibt bestimmt noch mehr UNs, die auf Teenager passen würden. Und vermutlich werde ich sie alle noch herausfinden in den nächsten sechs Jahren.