Diese Seite sieht mit aktiviertem JavaScript am Besten aus

Live aus dem Chaos

 ·  ☕ 3 Minuten zum Lesen  ·  ✍ dark*

Das Jahr ist krass. Es ist turbulent, anstrengend und verbunden mit vielen Änderungen und die Zeit rast nur so dahin. In fĂŒnf Wochen ist diese Wohnung hier im Spießer-Viertel von Darmstadt Geschichte fĂŒr uns und es beginnt ein völlig neuer Abschnitt.

Ich trĂ€ume ja schon lange davon, am Meer zu wohnen. Und nun soll dieser Traum endlich in ErfĂŒllung gehen! Na gut, ganz so viel Kitsch wie in meinen TrĂ€umen werde ich nicht geboten bekommen. Ich werde nicht vom Bett aus eine TerrassentĂŒr öffnen und zum Strand gehen können. Und die stille Bucht oder einsame Insel nur fĂŒr uns alleine wird es auch nicht werden. Wir leben in einem der dichtbesiedelsten LĂ€nder Europos, da muss man Kompromisse machen. Und da der LebensabschnittsgefĂ€hrte nur operativ von seinem aktuellen BĂŒrosessel entfernt werden kann, musste ich auch diesbezĂŒglich einen Kompromiss machen. Damit der Schatz also nicht den Arbeitgeber wechseln muss und ich am Meer wohnen kann, geht es in das bevölkerungsĂ€rmste Bundesland nach Mecklenburg-Vorpommern und hier wiederum in die grĂ¶ĂŸte Stadt nach Rostock.

Das ist so in etwa die Standard-ErklĂ€rung, die jeder bekommt, der fragt: “HĂ€? Wieso denn gerade Rostock?”

Chaos

Aktuell schwimmen wir hier mitten im Chaos zwischen Wohnungssuche, Spedition beauftragen und so ganz nebenbei auch noch ein bisschen arbeiten und hin und wieder Short-Trips in die Niederrheinische ZuckerrĂŒbensteppe oder unsere EuropĂ€ischen NachbarlĂ€nder.

Die Wohnungssuche gestaltet sich ĂŒber die Entfernung schwieriger als erwartet. Aktuell sind wir in fĂŒnf Wochen erstmal wohnsitzlos. Mit ein wenig GlĂŒck Ă€ndert sich das aber in den nĂ€chsten Tagen.

Die Zusammenarbeit mit einer Spedition gestaltet sich etwas anders als man das gemeinhin annimmt. Da zieht sich alles hin, bis man einen Termin hat und Kartons geliefert werden usw. Das habe ich so auch noch nie mitgemacht, bisher habe ich immer selbst geschleppt und gefahren, aber mittlerweile habe ich beschlossen, dass ich zu alt fĂŒr so’n Scheiß bin. Abgesehen davon passt unser Hab und Gut vermutlich nicht in einen 7,5-Tonner, so dass wir das eh nicht selbst machen könnten oder zweimal fahren mĂŒssten, was insgesamt mindestens 2.100 km Strecke bedeuten wĂŒrde. Ich hab’ ja sonst nichts zu tun …

Heute kamen die Kartons. 60 StĂŒck an der Zahl. Ich bin schon davon ziemlich beeindruckt. Wie mag das dann erst aussehen, wenn die alle zusammengebaut und voll sind?

Gestern hat Chef auch noch einen neuen Router fĂŒrs BĂŒro angeschlossen. Und wĂ€rend wir ihn via Handy und mit Hilfe der Bedienungsanleitung durch die Konfiguration lotsten, klingelte hier auch noch die Polizei. Der Herr LebensabschnittsgefĂ€hrte hat vor einigen Wochen beim Einkaufen seine EC-Karte verloren. Gestern haben die Freunde und Helfer jemanden einkassiert, der eben jene EC-Karte mit sich fĂŒhrte und behauptete, die just an diesem Tag erst im Supermarkt gefunden zu haben. Wie gut, dass wir die gleich gesperrt hatten.

Tja, und dann sind da all die Momente, die hier noch gar keinen Einzug gehalten haben, aber irgendwie nicht in Vergessenheit geraten sollten. Unser Smacksi weilt nicht mehr unter uns, Frau Sauerbraten auch nicht. Im MĂ€rz sind wir einmal um den Bodensee gefahren, Ostern habe ich mir in Tschechien den Zeh gebrochen und letzte Woche waren das darkinchen und ich beim Ärzte-Konzert in Warschau (Geil war’s!). Das will alles noch im Reiseblog verschriftlicht werden. Irgendwann, wenn mein Leben mal kurz Pause macht.

Teile auf

dark*
geschrieben von
dark*
...