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Die Kripo ermittelt?

 ·  ☕ 2 Minuten zum Lesen  ·  ✍ dark*

Heute Morgen um 11:00 h klingelte mein Telephon recht hartnĂ€ckig, also ging ich dran. Es war ein Mann von RTL, der mich zu meiner Domain, mit der ich angeblich andere in den Tod treibe, befragt, ob sie tatsĂ€chlich mir gehört, wie im Kölner Express steht und ob ich etwas davon wĂŒsste, dass die Kripo gegen mich ermittelt. Ich war wach … ohne Kaffee … wach … WAS?!? Woher hat der ĂŒberhaupt meine Telephon-Nummer? Von der Auskunft, teilt er mir lapidar mit. Scheiß Telekom! Eigentlich sollte ich dort nĂ€mlich gar nicht eingetragen sein. Des Weiteren wollte er wissen, warum das Forum und der Chat eingerichtet wurden, wer die Zielgruppe ist, welchen Nutzen wir davon haben, welche Gefahren ich darin sehe und ob es sich um eine kommerzielle Angelegenheit handeln wĂŒrde. Er war sehr nett und ich habe nichts zu verbergen, also beantwortete ich ihm seine Fragen. Dann fragte er mich, ob ich bereit wĂ€re, im Fernsehen noch einmal Stellung dazu zu beziehen. Ich erwĂ€hnte die bisher schlechten Erfahrungen, die die Foren damit gemacht haben und bat um Bedenkzeit.

Mittlerweile hab ich mich dazu entschlossen, nicht ins Fernsehen zu gehen. Der Gedanke, etwas richtig stellen zu können, ist vermutlich illusorisch und nicht das einzige, was mich davon abhÀlt.

Ich habe heute Mittag die zustĂ€ndige Kripo angerufen. So wie es aussieht, prĂŒft man zurzeit, ob ein Ermittlungsverfahren gegen mich eingeleitet wird.

Ich will die pseudo-journalistische Meinungsmache der privaten Sendeanstalten der letzten Monate nicht kommentieren, das ĂŒberlasse ich Franz, der das besser drauf hat und mir freundlicherweise die Genehmigung erteilt hat, sein Statement hier zu veröffentlichen:

AuffĂ€llig fĂŒr mich (und auch signifikant) das Verwechseln von Ursache und Wirkung bei Leuten, deren Kindererziehung mit Schwerverbrechen gleichzusetzen ist. Da kommt so ein glĂŒcklicher, zufriedener Wonneproppen durch unglĂŒckseligen Zufall auf eine Selbstmordseite - und flugs ist es vorbei mit der GlĂŒckseligkeit, das schönste, harmonischste Familienleben fĂ€llt der Vergessenheit anheim, der ehemals lachende Unschuldsengel denkt bloß noch an Fallhöhen, beginnt bei “toxi” euphorisch zu zucken und eine gediegene Schrotflinte zaubert das LĂ€cheln von ehemals auf das Gesicht des SprĂ¶ĂŸlings. OrgasmusfĂ€hig nur noch bei Lebensgefahr endet er sein ehemals so vielversprechendes Dasein auf dem ICE-Gleis bei einem flotten Dreier mit Gleichgesinnten.

Und wenn sie nicht gestorben sind vertrotteln sie heute noch - obwohl man mir in der Schule was erzĂ€hlt hat, dass das mit der Steigerung eines Superlativs nicht funktionieren wĂŒrd - hm - oder doch? vielleicht kann man ja noch Redakteur bei nem Onlineschmierblatt werden.

und nun gute Nacht …

franz

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