Ein breites BĂŒndnis verschiedener Organisationen ruft 2026 zum Digital Independence Day auf, zu etwas mehr digitaler UnabhĂ€ngigkeit, zu etwas mehr UnabhĂ€ngigkeit von Global Playern und unanstĂ€ndig reichen Menschen mit zu viel Macht. DI.DAY ist jeden ersten Sonntag im Monat, weitere Informationen und ggf. auch Hilfe findet man auf der Webseite DI.DAY. Ich habe damit schon viel frĂŒher angefangen und nutze die Gelegenheit, meine Schritte in meinem Blog endlich mal festzuhalten. Den ersten DI.DAY habe ich verpasst, da war ich gerade auf dem Weg vom Korsika-Urlaub zurĂŒck nach Deutschland auf Schweizer Autobahnen unterwegs. Daher steige ich erst heute ein.
Im Sommer 2023, als Microsoft wieder einmal mehr Cloud und mehr Werbung etc. ankĂŒndigte, reichte es mir. Das wollte ich nicht mehr. Mir blieb nur eins: Raus aus der Komfortzone! Zuvor war ich teilweise ohnehin schon auf Open-Source-Lösungen umgestiegen und nutzte Libre Office (statt MS Office), Scribus (statt Adobe InDesign), Thunderbird (statt all dem anderen MĂŒll). Das geschah allerdings aus der Not heraus, weil mit Aufgabe meines Jobs Ende 2021 auch die Abgabe meines Arbeitslaptops verbunden war.
Anfang September war es dann so weit, Linux wurde auf meinem Laptop installiert. Das ist ĂŒbrigens nicht meine erste Linux-Erfahrung, ich bin 2001 schon ĂŒbelst am “Kernel kompilieren”, um mein Modem nutzen zu können, gescheitert, was mich Jahre lang von Linux ferngehalten hat. Und ich hatte zwischen Arbeitslaptop und dem aktuellen GerĂ€t ĂŒbergangsweise einen Linux-Rechner in Gebrauch. Die Zeit hat mich mit Linux versöhnlich gestimmt.
GlĂŒcklicherweise habe ich diesmal einen Menschen an meiner Seite, der sich mit Linux und Computerkram auskennt. Denn ganz so problemlos ist der Umstieg dann doch nicht immer. Und leider ist auch meine Hardware nicht vollstĂ€ndig kompatibel. Kamera und Mikrophon funktionieren nicht, da muss ich externe GerĂ€te verwenden. Updates werden nicht immer automatisch installiert, das muss ich hĂ€ndisch ĂŒber die Konsole machen. Und weitere Kleinigkeiten tauchen immer wieder mal auf. Aber davon sollte man sich nicht abschrecken lassen, denn mittlerweile gibt es in der Linux-Community auch hilfreichere Antworten als die aus der RTFM-Fraktion.
Als Distribution nutze ich Debian und als OberflÀche Cinnamon. Dazu nutze ich folgende Software:
- Libre Office fĂŒr BĂŒrokram
- Scribus, Gimp und Inkscape statt Adobe-Produkte
- Librewolf und Waterfox als Browser
- Evolution fĂŒr E-Mails
- VSCodium statt VS Code
- Kdenlive fĂŒr Videobearbeitung
und viele kleine und gröĂere Open-Source-Tools fĂŒr alltĂ€glichen Kram.
Im September 2025 habe ich mein Microsoft-Konto gelöscht.