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Im selbstgemachten Datenchaos

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Von vorgestern Morgen bis gestern Nachmittag war hier Ausnahmezustand. Zurzeit nutze ich meine teuer bezahlte Freizeit haupts√§chlich, um das Daten-Chaos aufzur√§umen, das sich hier in den letzten zwei Jahren versch√§rft angesammelt hat. Daten-Messi war ich immer schon, aber da ist gef√ľhlt nochmal eine weitere Eskalationsstufe in Kraft getreten. Es gibt viel zu tun.

Gleichzeitig haben wir das Problem, das unser zentraler Datenspeicher hier zuhause (ein Linux-Server) in die Jahre kommt und wir Ersatz ben√∂tigen. Und dieser vielleicht sogar dezentralisiert organisiert wird. So hat der Lebensabschnittsgef√§hrte eine Photo-Storage-Box √ľber Crowdfunding geordert, die er testen wollte.

Vorgestern wurde die Storage-Box in Betrieb genommen. Hierzu war eine Festplatte vonn√∂ten, um das Ding zu testen. Urspr√ľnglich hatten wir daf√ľr meine Festplatte (2 TB SSD M.2), die ich mir f√ľr den Arbeitslaptop gekauft hatte, vorgesehen. Dabei mussten wir aber feststellen, dass M.2 nicht gleich M.2 ist und unsere Platte inkompatibel mit der Storage-Box. Es begann ein Gedankenspiel, wie wir das alles nun l√∂sen k√∂nnten.

Wir haben noch vier weitere externe Festplatten in Verwendung. Eine davon ist eine Backup-Platte f√ľr die Daten auf unserem Server. Auf dieser hatte ich au√üerdem im Sommer die GoPro-Videos gespeichert, die wir auf unserer Norwegen-Tour machten. Eine weitere ist unterwegs immer dabei zum Bloggen. Und zwei weitere sind vollgestopft mit Photos und Videos von unseren Roadtrips, da auf dem Server insbesondere f√ľr die Videos kein Platz mehr ist. Meine Gedanken dazu: Zum Testen k√∂nnte man die Unterwegs-Platte nehmen, sp√§ter vielleicht die Backup-Platte. Nat√ľrlich haben wir √ľber diese Gedanken auch gesprochen.

Vorgestern wollte ich mich nun an die Arbeit machen, Dateien hin und her schieben, dopptelte und dreifache l√∂schen usw. “Wo ist denn die Backup-Platte?” Ich konnte die nicht finden. Normalerweise wohnen alle vier Festplatten in einer Box, aber die Backup-Platte fehlte. “Die ist im Storage.”

Ich fiel fast vom Stuhl!

Was ich meinte: Wenn wir uns entschieden haben, das Storage zu behalten, k√∂nnen wir vielleicht die Backup-Platte daf√ľr verwenden. Was davon beim Herrn Lebensabschnittsgef√§hrten ankam: Wir k√∂nnen die Backup-Platte verwenden. Er hatte sie formatiert und ans Storage angeschlossen. Ich war fertig mit den Nerven, denn auf dieser Festplatte waren alle Videos von unserer 80-t√§gigen Norwegentour im Sommer 2021. Und zwar NUR dort! Uff.

Wir machten uns auf die Suche nach einem Datenrettungsprogramm, das unsere Videos von der frisch formatierten Festplatte w√ľrde retten k√∂nnen. Eine Eigenheit vieler Datenrettungsprogramme: Die kostenlosen Versionen erlauben das Scannen nach Dateien, die gerettet werden k√∂nnen. Um diese aber auch wiederherzustellen, muss man das Programm kaufen.

Zun√§chst haben wir ein komplett kostenloses Tool getestet, das aber nicht zufriedenstellend arbeitete. Es stellte zwar (ungefragt) alle Dateien, die es fand, wieder her, aber - und das ist wirklich ein gro√ües ABER: Alle Dateien wurden ins selbe Verzeichnis gespeichert und mit irgendwelche alphanumerischen Dateinamen versehen. Da allein meine Photo-Sammlung auf unserem Server fast 110.000 Dateien umfasst, w√§re ich Jahre damit besch√§ftigt gewesen, all diese Dateien zuzuordnen und zu sortieren. V√∂llig unbrauchbar f√ľr uns.

Dann testeten wir R-Studio. Nach dem Scannen der Festplatte (4 TB), was etwa 12 Stunden dauerte, weswegen wir das √ľber Nacht laufen lie√üen, wurde tats√§chlich die Ordnerstruktur angzeigt, in der die Dateien gespeichert waren. Ich konnte die Ordner durchklicken wie eben auch bei einem “normalen” Laufwerk und einzelne Dateien ausw√§hlen zum Wiederherstellen. Wir kauften daher das Produkt und lie√üen es laufen, was nat√ľrlich eine ganz Weile in Anspruch nahm.

Restlaufzeit: √ľber 6 Stunden

Ich beobachtete ziemlich lange ziemlich fasziniert den Fortschrittsbalken und schaute abwechseln, was am Wasserloch-Stream in Namibia los ist. Der Stream l√§uft hier √ľbrigens st√§ndig. Das Wasserloch ist ganz witzig zu beobachten.

Arbeitsplatzsituation

Gestern Nachmittag war das Wiederherstellen beendet und gl√ľcklicherweise sind alle Videos, die wir im Sommer in Norwegen aufgenommen haben, noch da. Gl√ľck f√ľr den Herrn Lebensabschnittsgef√§hrten! ;)

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