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Infrastruktur

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Viel hat sich in den 2,5 Jahren meiner Abwesenheit aus diesem Provinznest erwartungsgemĂ€ĂŸ nicht verĂ€ndert. Die wesentlichste VerĂ€nderung liegt im Bau der neuen Mehrzweckhalle, dem Königpalast. Vollmundig wird dieses Teil als Veranstaltungsort fĂŒr Show-Events, Konzerte usw. angepriesen, dabei fasst es gerade einmal 9.000 Zuschauer, bei Eishockey-Spielen 8.000. Letzteres wird meiner Ansicht nach wohl der Hauptverwendungszweck des fast 30 Mio Euro teuren Glaskastens bleiben.

Nun könnte man ja denken, dass dies ein löbliches Unterfangen sei. Eine Eishalle fĂŒr Sportveranstaltungen relativ Zentrumsnahe, daran kann ja nichts verkehrt sein. Allerdings ist dieser Gedanke in Krefeld nicht so ganz neu. Es gibt nĂ€mlich bereits eine zentrumsnahe Eishalle, die Rheinlandhalle (die nicht einmal eine eigene Webseite besitzt). Aber auch hier darf der Freizeit-Kufenflitzer die heilige FlĂ€che nicht entweihen indem er stĂŒmperhaft das Eis zerkratzt. FĂŒr diesen Zweck gibt es eine dritte, zentrumsnahe Eishalle, die Werner-Rittberger-Halle (fĂŒr die nicht einmal jemand eine so schöne Seite erstellt wie fĂŒr die Rheinlandhalle).

Vielleicht klingt das immer noch recht vorbildlich. Drei Eishallen fĂŒr rund 240.000 Einwohner ließen sich auf 138 qkm StadtflĂ€che auch bĂŒrgerfreundlich verteilen. Dem ist aber leider nicht so, denn an dieser Stelle hat die GenialitĂ€t des Stadtplaners zugeschlagen. Allerdings schien jene, sofern ĂŒberhaupt jemals vorhanden, was subjektiv bezweifelt wird, just zu dem Zeitpunkt, als die neue Halle beschlossen wurde, Pause zu machen. Das Resultat möchte ich auf dem folgenden Stadtplan-Ausschnitt zeigen:

Kartenausschnitt

Legende:
1 = KönigPalast
2 = Rheinlandhalle
3 = Werner-Rittberger-Halle

Zwischen 1 und 2 befindet sich die Westparkstraße, Luflinie von 1 zu 3 betrĂ€gt schĂ€tzungsweise 50 Meter. Möglicherweise wird Krefeld damit die erste Stadt, die ein eigenes Schlittschuhviertel ihr eigen nennen kann


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