Die Kripo ermittelt?

Heute Morgen um 11:00 h klingelte mein Telephon recht hartnäckig, also ging ich dran. Es war ein Mann von RTL, der mich zu meiner Domain, mit der ich angeblich andere in den Tod treibe, befragt, ob sie tatsächlich mir gehört, wie im Kölner Express steht und ob ich etwas davon wüsste, dass die Kripo gegen mich ermittelt. Ich war wach … ohne Kaffee … wach … WAS?!? Woher hat der überhaupt meine Telephon-Nummer? Von der Auskunft, teilt er mir lapidar mit. Scheiß Telekom! Eigentlich sollte ich dort nämlich gar nicht eingetragen sein. Des Weiteren wollte er wissen, warum das Forum und der Chat eingerichtet wurden, wer die Zielgruppe ist, welchen Nutzen wir davon haben, welche Gefahren ich darin sehe und ob es sich um eine kommerzielle Angelegenheit handeln würde. Er war sehr nett und ich habe nichts zu verbergen, also beantwortete ich ihm seine Fragen. Dann fragte er mich, ob ich bereit wäre, im Fernsehen noch einmal Stellung dazu zu beziehen. Ich erwähnte die bisher schlechten Erfahrungen, die die Foren damit gemacht haben und bat um Bedenkzeit.

Mittlerweile hab ich mich dazu entschlossen, nicht ins Fernsehen zu gehen. Der Gedanke, etwas richtig stellen zu können, ist vermutlich illusorisch und nicht das einzige, was mich davon abhält.

Ich habe heute Mittag die zuständige Kripo angerufen. So wie es aussieht, prüft man zurzeit, ob ein Ermittlungsverfahren gegen mich eingeleitet wird.

Ich will die pseudo-journalistische Meinungsmache der privaten Sendeanstalten der letzten Monate nicht kommentieren, das überlasse ich Franz, der das besser drauf hat und mir freundlicherweise die Genehmigung erteilt hat, sein Statement hier zu veröffentlichen:

Auffällig für mich (und auch signifikant) das Verwechseln von Ursache und Wirkung bei Leuten, deren Kindererziehung mit Schwerverbrechen gleichzusetzen ist. Da kommt so ein glücklicher, zufriedener Wonneproppen durch unglückseligen Zufall auf eine Selbstmordseite – und flugs ist es vorbei mit der Glückseligkeit, das schönste, harmonischste Familienleben fällt der Vergessenheit anheim, der ehemals lachende Unschuldsengel denkt bloß noch an Fallhöhen, beginnt bei „toxi“ euphorisch zu zucken und eine gediegene Schrotflinte zaubert das Lächeln von ehemals auf das Gesicht des Sprößlings. Orgasmusfähig nur noch bei Lebensgefahr endet er sein ehemals so vielversprechendes Dasein auf dem ICE-Gleis bei einem flotten Dreier mit Gleichgesinnten.
Und wenn sie nicht gestorben sind vertrotteln sie heute noch – obwohl man mir in der Schule was erzählt hat, dass das mit der Steigerung eines Superlativs nicht funktionieren würd – hm – oder doch? vielleicht kann man ja noch Redakteur bei nem Onlineschmierblatt werden.
und nun gute Nacht …
franz

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