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Verletzungspech

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Mein Verletzungspech im Stall will nicht enden. Nachdem ich den Arschtritt einigerma├čen ├╝berwunden hatte, klemmte ich mir vor zwei Wochen beim F├╝ttern der Pferde den Ringfinger der linken Hand so sehr ein, dass die Fingerspitze zun├Ąchst f├╝r zwei oder drei Stunden v├Âllig taub war. Seither kribbelt sie mal mehr mal weniger, h├Ârt aber nie so ganz damit auf. Stets bin ich mir der Existenz meines Ringfingers bewusst. Was ich damit sagen will: Ich habe zwar keine Schmerzen, aber ich sp├╝re, dass der Finger da ist, wie ein Fremdk├Ârper. Das ist ziemlich nervig auf Dauer.

Abgelenkt von diesem Gef├╝hl werde ich seit letztem Samstag von einem Schmerz im Bereich der rechten Niere, ausgel├Âst durch ein Trauma. Dieses wiederum ereilte mich w├Ąhrend meiner Reitstunde. Mir war das gr├Â├čte der Schulpferde zugewiesen worden, eine Fuchsstute mit einem Stockma├č von fast 1,80 Metern (gemessen wird dies am Widerrist, also dort, wo die M├Ąhne endet und der R├╝cken beginnt). Beim Einstellen der Steigb├╝gel bemerkte ich, dass der rechte Steigb├╝gelriemen bereits angerissen war. Dies ist eigentlich kein gro├čes Problem, da man sich beim Reiten nicht mit seinem Gewicht in den Steigb├╝gel zu stehen hat. Eigentlich. Wenn jedoch dem unf├Ąhigen Reiter beim Antraben sowohl die Kontrolle ├╝ber das Pferd als auch der ausgeglichene Sitz verloren gehen, k├Ânnte sich daraus durchaus ein Problem entwickeln. Die Stute war viel zu schnell. Als ich versuchte, mich wieder ordentlich hinzusetzen und den Rhythmus zu finden, das Pferd mit Paraden abzubremsen und gleichzeitig mein Gewicht nach rechts verlagerte um auf den Zirkel abzuwenden, stand ich mit meinem gesamten K├Ârpergewicht auf eben jenem Steigb├╝gel mit defektem Steigb├╝gelriemen, was diesem wiederum zuviel war. Er riss.

Ein Flug aus 1,80 Meter H├Âhe dauert lange, man hat viel Zeit sich Gedanken zu machen. Schei├če, du f├Ąllst! Oh nein, da sind die Beine - Hoffentlich falle ich ihr nicht zwischen die Beine. Wenn sie mich mit ihren Hufen trifft ÔÇŽ Peng! Ich dachte, ich sei tot. Dann setzte jedoch die Atmung wieder ein, wenn auch ein wenig verhalten, ich war n├Ąmlich auf den R├╝cken geknallt, ungef├Ąhr dorthin, wo der Beckenknochen endet. Mit butterweichen Knien stand ich wieder auf und krabbelt auf das Pferd zur├╝ck, das vor Schreck weitergelaufen war und zwischenzeitlich wieder eingefangen wurde. Den verbliebenen Steigb├╝gel schlug ich ├╝ber und absolvierte den Rest der Stunde ohne die l├Ąstigen Dinger. So kann ich eh viel besser sitzen.

Unserer verletzten Lieblingsstute geht es ├╝brigens t├Ąglich etwas besser. Letzte Woche war der Tierarzt da und ich lie├č es mir nicht nehmen, an diesem Tag auch morgens im Stall aufzukreuzen (nach Absprache mit der Stallbesitzerin nat├╝rlich). Der Arzt zeigte sich mit der Heilung der Wunde zufrieden und hofft, dass es innendrin ebenso gut aussieht. Der Verband ist jetzt ab und sie darf zweimal am Tag ein wenig im Schritt gef├╝hrt werden. Das tut dem Tier ganz gut, da sie so auch ein wenig Gras zu fressen bekommt. Derzeit sind alle guter Dinge, dass das Tier noch einmal Gl├╝ck hatte und wieder reittauglich wird. N├Ąchste Woche kommt der Tierarzt wieder.

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dark*
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