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Ferien im Stall

 ·  ÔśĽ 3 Minuten zum Lesen  ·  ÔťŹ´ŞĆ dark*

Der Ferienkurs im Stall fand von Dienstag bis Samstag jeweils von 9:00 h bis 13:00 h statt. Puh, fr├╝h aufstehen in den Ferien! Aber was sollÔÇÖs, f├╝r Pferde tun wir ja fast alles.

Der erste Tag war - wie bereits erz├Ąhlt - ├╝berschattet von dem Unfall der Lieblingsstute. Da diese nun lange ausfallen wird, wurde Schatzi der neue Wallach, ein dunkler Hannoveraner, zugeteilt. Da er seine ganze Umgebung und die Leute noch nicht so gut kennt, beobachtet er alles mit gr├Â├čter Aufmerksamkeit und Neugier, findet das Geschehen um ihn herum aufregend und spannend.

Luigi Luigi Luigi

Das darkinchen war stolz. Schlie├člich gilt es unter den Reitsch├╝lern immer als besondere Ehre, ein neues Pferd als erstes reiten zu d├╝rfen. Der Neue erwies sich als kreuzbrav. Lediglich bei den kleinen Ausritten hatte er den Drang vorw├Ąrts zu streben - wenn es nach ihm gegangen w├Ąre, in der schnellsten Gangart, die ihm zur Verf├╝gung steht. F├╝r einen Tetenreiter ist dies - gerade im Gel├Ąnde - ung├╝nstig, da der Rest der Herdentiere instinktiv hinterher rennt. Daher musste Schatzis Pferd bei den Ausritten gef├╝hrt werden. Schlie├člich waren dies die ersten beiden Gel├Ąndeg├Ąnge der jungen Reitsch├╝ler, da ist ├╝berh├Âhte Vorsicht durchaus noch angebracht.

An den ├╝brigen Tagen wurde der Entlasungssitz einstudiert, der u. a. beim Springen anzuwenden ist. Am vorletzten Tag hat dann auch tats├Ąchlich die ganze Gruppe ihren ersten, kleinen Sprung absolviert. Jeder einzelne Teilnehmer hat es geschafft, sein Pferd ├╝ber das Hindernis (mit der Wahnsinnsh├Âhe von etwa 25 cm) zu bekommen und sich dabei - mehr oder weniger elegant - im Sattel zu halten. Stolz auf sich selbst waren sie alle und hatten ungeheuren Spa├č dabei.

Da der Neue noch nicht zur Herde darf, kam er nach dem Lehrgang immer in einen Auslauf, wo er sich zun├Ąchst gen├╝sslich in den Dreck geschmissen und gew├Ąlzt hat, zufriedene Grunzlauten von sich gebend. Anschlie├čend rief er stets laut nach seinen Artgenossen. In diesen Tagen wird er vermutlich langsam an die Kollegen gew├Âhnt, zun├Ąchst mit den ganz lieben zustammen gestellt um sich so langsam in die Herde, die insgesamt etwa 40 Tiere hat, einzuleben.

Granny Granny

In der ├╝brigen Zeit, au├čerhalb des Lehrgangs, haben wir uns um ÔÇ×unsereÔÇť Stute gek├╝mmert. Wir haben ihr t├Ąglich ihre Medikamente gegeben, die Box ausgemistet und sie geputzt. Donnerstag war der Tierarzt noch einmal da. ├äu├čerlich heilt die Wunde sehr gut. Wie es innendrin aussieht, kann nat├╝rlich kein Mensch sagen, da muss man die Zeit abwarten. Zwischenzeitlich ist sie jedoch wieder sehr beweglich und schafft es offensichtlich auch irgendwie, sich in der Box hinzulegen und anschlie├čend wieder aufzustehen. Ein gutes Zeichen? Hoffentlich.

Au├čerdem hat das darkinchen mit Begeisterung Boxen ausgemistet, die Stallgasse gekehrt, Pferde auf Anweisung der Stallbesitzerin reingeholt und rausgebracht und auch sonst schwer gearbeitet. Hier zuhause tr├Ągt sie nicht einmal den M├╝ll runter, ohne den Eindruck zu vermitteln, sich halbtot arbeiten zu m├╝ssen. Auch haben wir geholfen, das neue Reiterst├╝bchen aufzubauen und anzupinseln. Es ist einfach sch├Ân dort, am Rande der Stadt. Wenn man ├╝ber die Reitbahn blickt, sieht man nichts als Wiesen und Felder, keine H├Ąuser oder sonstige Zivilisation, die sich dem Blick in den Weg stellt.

Sch├Ân warÔÇÖs.

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