Viorica

Viorica trägt Schuld an meiner Laune, meinem Schlafmangel und überhaupt meiner gesamten Verfassung. Viorica heißt das aktuelle Hochdruckgebiet, welches mein Zimmer auf eklige 28° aufgeheizt hat.

Bereits am Wochenende war ich zuviel in der Hitze, weswegen es in meinem Kopf ziemlich schwammig zugeht und ich mich permanent schlapp fühle. Arbeiten war heute unerträglich bis unmöglich, aber noch angenehm verglichen mit der Heimfahrt. Gleich muss ich einkaufen gehen, was mir angesichts der Außentemperaturen ein Greuel ist. Ich plädiere für die Aufhebung der Ladenschlusszeiten, zumindest in den heißen Monaten, um so ein Einkaufen nach Sonnenuntergang zu ermöglichen.

Ich sehne mich zurück nach den Zeiten, in denen ich die Nacht zum Tage machte, mein Zimmer verdunkelte und mich bei Tageslicht nicht blicken ließ. Die Stimmung ist jetzt zwar anders, aber nicht unbedingt besser. Einziger Lichtblick war heute die aufgeschnittene Wassermelone, die ich in der Küche vorfand, als ich von der Arbeit heimkehrte.

5 Kommentare:

  1. Südseite? Oder wie kommt es zu den 28°C Innentempertur?

    Tipp: Morgens so früh wie möglich (am besten schon in der Dämmerung, ansonsten eben sobald man aufsteht) alle Fenster aufreißen, bei denen das keinen stört. Der letzte, der die Wohnung verlässt, macht alle wieder zu; vor allem um die Mittagszeit sollten sie dann auch geschlossen bleiben. Außerdem vor die Fenster, auf denen die Sonne viel steht, irgendetwas weißes hängen. So speichert man sich die Kühle der Dämerung und hält sich die Mittagshitze raus. 3-4°C weniger sind damit gut zu schaffen… jedenfalls bei mir.

    • Südseite auch, ja. Mein Zimmer befindet sich am Ende des Anbaus an das Haupthaus, verfügt über drei schlecht bis gar nicht isolierte Außenwände sowie ein Flachdach – also insgesamt vier Seiten, auf welche die Sonne gnadenlos brennen kann. Lediglich eine davon geht gen Norden, was aber auch schon egal ist. Meine Fenster zeigen zum Innenhof, wo sich die Hitze aufgrund der etwas verwinkelten Architektur staut. Geschlossene Fenster halten zwar diese warme Luft außen vor, verursachen bei mir aber Erstickungsanfälle. Solange noch ein leichter Wind geht, lasse ich sie lieber ebenso auf wie die Fenster an der stets kühlen Vorderfront des Hauses. Es ist die Wahl zwischen Pest und Cholera: 28° und leichte Luftbewegung oder 26° bei völligem Stillstand. Ich bevorzuge ersteres, weil ich das dann doch als angenehmer empfinde. Allerdings hat der Rechner dann oft Hitzefrei, weil ich nicht möchte, dass er kollabiert und weil ich keine Heizung mehr brauche.

      Nur im Hochsommer, wenn gar nichts mehr geht, schließe ich meine Fenster und hänge dann auch Tücher davor.

      Im Winter ist es bei mir übrigens angenehm kühl. Mehr als 16° habe ich hier bei Minustemperaturen und eingeschalteter Heizung noch nicht gemessen. Ich wohne praktisch im Sommer in der Saune und im Winter im Kühlschrank. Irgendwas läuft da falsch. ;-)

      • Luftbewegung kann man auch künstlich erzeugen. ;-)

        Ich wohne zwar im Erdgeschoss eines Altbaus, aber den Heizeffekt im Sommer durch die Sonne habe ich nicht, da vor und hinter dem Haus Bäume stehen und der Keller nunmal nicht so warm wird. Im Winter ist es dagegen ähnlich bei mir.

        • Künstlich erzeugte Luftbewegung macht süchtig und extrem hohe Stromkosten, weswegen ich hier zuhause davon Abstand nehme. Im Büro steht ein Ventilator auf meinem Schreibtisch. Der verusacht zwar ein Flimmern auf dem Monitor, aber das ist immer noch das kleinere Übel, wenn die Hauswirtschaft im Befehlston mittags dazu anhält, die Fenster zu schließen um die Hitze draußen zu halten. Die Luft dort ist dann nur noch ekelhaft.

          • Also von dem Strom, den mein Rechner in einer Stunde verbraucht, kann ich den Ventilator aber einen ganzen Tag betreiben. Und süchtig gemacht hat er mich auch noch nicht.

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