Ja ja, ich habe es wieder vercheckt, wie schon so oft im Leben. Irgendetwas regelmäßig tun wollen oder müssen geht eine zeitlang gut, aber irgendwann ist Schluss, dann bekomme ich es nicht mehr auf die Reihe. Das ist wahrlich nichts Neues. Da ich mir in den vergangenen drei Wochen aber zumindest halbwegs regelmäßig Notizen gemacht habe, gibt es jetzt hier einen Dreier.
25. Kalenderwoche, 16. bis 22. Juni 2025
Mein Montag beginnt schon um vier Uhr morgens, da ist mein Körper der Meinung, wir haben jetzt Tag. Um halb Fünf gebe ich ihm nach und stehe auf, um mir Kaffee zu machen, mich an den Laptop zu setzen und den Beitrag für die 24. KW zu schreiben. Sehr gut! Später, als der Mann anfängt zu arbeiten, gehe ich ins Bad und schneide mir die Haare. Wow, die Woche fängt toll an!
Das ist Dienstag aber schon wieder vorbei, der Brainfog klopft an und ist gekommen, um vorerst zu bleiben. Ich muss einen Auftrag beruflicher Art erledigen und schaffe es nicht, der Herr Lebensabschnittsgefährte hilft mir am Nachmittag.
Am Mittwoch schaffe ich es immerhin, über das Thema Brainfog einen Beitrag zu veröffentlich, den ich Dienstag schon angefangen habe.
Außerdem kommt am Mittwoch ein Brief vom Finanzamt. Für meine selbständige Tätigkeit als QM-Beauftragte musste ich eine eigene Steuernummer beantragen. Anscheinend gibt es das nicht als Beruf, also bin ich jetzt Unternehmensberater. Der Weg zur ersten Million ist also frei.
Tja, sonst passiert in dieser Woche nicht viel. Wir packen den Kram für die Fahrradtour, die am Wochenende beginnen soll, ich schreibe den Beitrag der Umzugstour Frankfurt endlich mal fertig und ansonsten liege ich ziemlich fertig auf der Couch herum und habe leichte Zweifel, ob eine Fahrradtour die beste Idee ist.
26. Kalenderwoche, 23. bis 29. Juni 2025
Wir sind untweges mit den Fahrrädern, näheres im Reiseblog.
27. Kalenderwoche, 30. Juni bis 6. Juli 2025
Meine Fresse, bin ich müde! Und warum zum Teufel fällt es mir bloß immer so schwer, in den Alltag zurückzufinden? Und warum fällt mir Alltag so wahnsinnig schwer? Boah, Leben, ey, das ist echt nicht mein Ding.
An Souvenirs habe ich aus Dänemark eine Sonnenallergie, einen handtellergroßen Mückenstich und Sonnenbrand mitgebracht. Außerdem die Erkenntnis, dass ich langsam echt zu alt für diesen Scheiß werde und ein Pedelec (vulgo E-Bike) brauche. Achja und dass wir zu blöd sind, die Action-Cam zu bedienen und nun lauter Zeitraffer statt Videos haben.
Anyway, am Montag holt der Mann unseren geliebten Bert aus der Werkstatt ab. Mit etwas Glück ist er repariert. Wir wollen das auf einer Fahrt nach Südhessen testen, die kommenden Samstag beginnen soll. Und mir fällt wieder ein, dass ich irgendwo die Story um Bert mal komplett aufschreiben muss.
Der Mittwoch wird heiß, der bisher heißeste Tag des Jahres. Die Meinungen dazu sind … zum Kotzen. Die Hitze wird seit Tagen angekündigt. Tagesschau-Podcast-Hosts so: “Ja! Endlich warm! Endlich Sommer, Freibad Eis, blabla”. Nun ist die Hitzewelle da und dieselben Hosts überschlagen sich mit Warnungen “Passt auf euch auf, viel trinken, Tiere schützen”, Katastrophe, wir werden alle sterben.
Ja, es ist warm. Und ja, es ist ZU warm. Und ja, die Hitze kann für viele wirklich gefährlich werden, ich vertrage sie selbst nicht gut. Und sogar unserem Solarpanel und/oder der Powerstation ist es zu warm, da geht kein Strom rein. Aber diese Erzählungen von “Endlich Sommer” und Alarmismus, weil es warm ist, gehen mir gehörig auf die Nerven.
Ich habe übrigens ausgerecht heute, an diesem heißen Tag einen Arzttermin. Der verläuft aber total super, weil beim Arzt absolut nichts los ist. Sonst ist das Wartezimmer da immer recht voll und ich muss trotz Termin mindestens 30 Minuten warten. Heute bin ich die einzige Patientin in der Praxis und komme sofort dran. Sehr geil.
Zurzeit rennen wieder Möwenbabys unten auf dem Parkplatz herum. Gebrütet wird hier auf den Flachdächern, Möwen sind Bodenbrüter, so unähnlich ist das jetzt nicht. Irgendwann springen die Kleinen vom Dach der fünften Etage in die Tiefe und laufen dann unten herum und rufen nach Futter. Und die sind sooo süß! Hier nochmal ein Photo, das der Mann letztes Jahr gemacht hat, da habe ich der tierischen Nachbarschaft mal einen Beitrag gewidmet:

Hach!
Den Donnerstag kann man vergessen, ich habe vor Hitze kaum geschlafen. Freitag packe ich das Auto und bin fix und fertig. Samstag fahren wir morgens los und kommen nachmittags schon wieder zurück, weil die blöde Motorkontrollleuchte leuchtet. Sonntag bin ich dann down. Scheiß Auto!
28. Kalenderwoche, 7. bis 13. Juli 2025
Montag beglücken wir die Werkstatt mit unserer Anwesenheit. Ich warte auf den Tag, an dem da so ein Schild “Wir dürfen nicht hinein” mit unseren Photos an der Tür hängt. Die Suche nach der Fehlerursache geht weiter, Donnerstagmorgen sollen wir das Auto vorbeibringen.
Die Woche verläuft in Slow Motion. Am Dienstag schaffe ich immerhin den dritten Blogbeitrag zur Radtour in Dänemark zu veröffentlichen. Am Mittwoch und Donnerstag quälen mich übelste Nackenschmerzen gepaart mit Nervenschmerzen, die vom Nacken quer durch den Kiefer und die Nasennebenhöhle bis rauf ins vernebelte Gehirn ziehen. Die ganze rechte Seite tut weh.
Am Freitag geht es wieder einigermaßen. Ich fahre mit dem Fahrrad nach Lütten Klein auf den Markt. Das klingt hier so locker, ne? Wenn ich da nicht so ein scheißblödes Problem hätte. Nämlich immer, wirklich jedes Mal, wenn ich aus dem Haus will oder muss, macht mein Darm Stress und ich komme hier erstmal nicht weg, fühle mich so sehr unwohl und verzweifel auch an dieser Stelle mal wieder an mir selbst.
Es dauert etwa eine Stunde von dem Moment an, als ich sagte, dass ich jetzt fahren will und mein Darm seinen Auftritt hatte, bis zu dem Zeitpunkt, als ich dann wirklich losgefahren bin. Eine Stunde. Ich hasse das!
Zunächst steuere ich den Optiker an. Meine Sonnenbrille ist neulich auf den Asphalt geflogen, natürlich mit den Gläsern nach unten, und dann noch ein Stück geschlittert. Nun gibt es einen hellen Fleck im Glas, der stört. Leider kann man da nichts machen, ich bräuchte neue Gläser. Uff. Die sind mir erstmal noch zu teuer, ich versuche mal, mich an den Fleck zu gewöhnen. Die Brille habe ich ja noch nicht so lange.
Dann hole ich Salat und fünf Schalen Erdbeeren! Die ersten Erdbeeren in diesem Jahr übrigens. Nachmittags backe ich einen Boden, der mit Erdbeeren belegt wird, außerdem gibt es als Nachtisch Vanillepudding mit gezuckerten Erdbeeren. Und dann bin ich stundenlang mit Marmelade kochen beschäftigt.
Ja, das reicht dann auch schon wieder für die Woche. Ich bin die ganze Woche ziemlich erschöpft und müde. Und ich bin ganz froh, dass es sowohl Samstag als auch Sonntag regnet und ich die perfekte Ausrede habe, nicht raus zu müssen. Das Wochenende verbringe ich daher ziemlich ruhig und unaufgeregt. Das nervt mich übrigens ein wenig, aber was soll ich machen, es geht halt nicht anders.
Ach ja und wir haben das Zeug bestellt, um aus meinem geliebten Fahrrad ein Pedelec zu machen. Ich will nämlich kein neues Rad, ich will das alte behalten.
So. Mal gucken, ob ich hier wieder etwas mehr Regelmäßigkeit hereinbringe. Eigentlich gibt es ja auch so viele andere Dinge, die ich mal schreiben will. Tiefes Seufzen.