Heute bleibt die Küche kalt

So langsam kommen wir zum Abschluss der diesjährigen Weihnachtsvorbereitungen. Gestern haben wir die ersten Plätzchen gebacken und Marzipankartoffeln selbstgemacht, heute wollten wir das Küchenfenster mit Schnee aus der Sprühdose dekorieren, damit der Nikolaus weiß, wohin er muss. Doch vor dem Schnee musste das Fenster erst einmal geputzt werden, was ich mit Hilfe eines Stuhls in Angriff nahm.

Ich verlor das Gleichgewicht, mein Fuss suchte nach Halt und fand ihn auch – auf der Heizung. Ich atmete gerade auf, als es plötzlich Abwärts ging. Die Talfahrt wurde durch ein lautes „RUMS!“ gestoppt. Ich kletterte von Heizung und Stuhl und sah mir an, was passiert war. „Ach du Scheiße!“, ich hatte die Heizung von der Wand gerissen!

Zunächst prüfte ich, ob an den Anschlussstellen Wasser austrat, dann brach ich lautes Gelächter aus, um gleich darauf meinen Mitbewohner per Telephon zu informieren: „Kannst du bitte nach Hause kommen? Ich habe gerade die Küchenheizung von der Wand gerissen.“ Es dauerte keine zwei Minuten, bis er daheim war.

Zunächst lachten wir gemeinsam, dann begutachteten wir den Schaden genauer. Da die Dübel aus der Wand heraus waren, musste die Heizung komplett abgenommen werden. Wir lösten also die Anschlussventile und wuchteten die Heizung hoch, um sie an die Wand zu lehnen. Dort, wo einst Dübel mit dicken Schrauben die Heizung an ihrem Platz festhielten, klafften riesige Krater in der Wand. In einen von ihnen passte meine Faust hinein.

Glücklicherweise hatten wir noch Gips im Keller, so dass wir die Löcher unverzüglich beseitigen konnten. Im Moment trocknet der Gips, was natürlich schneller ginge, wenn man den Raum heizen könnte. Mit etwas Glück hängt morgen Mittag die Heizung wieder an ihrem Platz. Wenn nicht muss ich Wolldecken und dicke Socken verteilen, es soll wieder kälter werden…

Ein Kommentar:

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