Späte Bestätigung

Als mein Schatzi noch kein Jahr alt war, bekamen wir ein neues Familienmitglied in Form einer Schäferhündin mit – wie sich herausstellte – ausgeprägten Mutterinstinkten. Kind und Hund wurden beste Freunde, spielten und kuschelten, schliefen sogar zusammen auf dem Boden.

Dabei blieb die Hündin stets ruhig und geduldig, ließ sich vom Kind an den Ohren, Lefzen und am Schwanz ziehen sowie die Finger in sämtliche am Kopf befindliche Körperöffnungen stecken. Wenn Schatzi erkältet war, sorgte die Hundemama regelmäßig für eine saubere Nase; sie kontrollierte regelmäßig den Geruch der Windel, freute sich, wenn sie etwas Kakao aus der Flasche bekam und vertilgte die ungeliebten Rinden der Nutellabrote beim Frühstück. Die Zwei waren wirklich ein Herz und eine Seele, sehr zum Entsetzen vieler Leute, die hysterisch wurden beim Gedanken an Bakterien und Dreck und was-weiß-ich.

Heute wissen wir, was unsere Urgroßeltern bis zur Einführung von Haushaltsdesinfektionsmitteln immer schon gewusst haben.

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