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Ein-Stein

 ·  ☕ 2 Minuten zum Lesen  ·  ✍️ dark*

Nach unserer Rückkehr aus Norwegen im Oktober mussten wir noch einmal zur Werkstatt, weil Bert inkontinent war. Wir hatten am Abend nach der Fähre das Auto vollgetankt zuhause abgestellt und am nächsten Tag festgestellt, dass Diesel aus dem Tank tropfte. Also fuhren wir noch einmal zur Werkstatt, in der die Heizung eingebaut wurde, um das Problem lösen zu lassen.

Während wir draußen am Auto auf den Mitarbeiter warteten, entdeckte ich am Hinterrad in dem Träger für die Ladefläche einen Stein.

Sorry für die schlechten Bilder, ich hatte keine ruhigen Hände, war unausgeschlafen und nervös, außerdem war mir kalt.

Ich nahm den Stein an mich und steckte ihn in meine Hosentasche. Und dort wohnte er fortan. Bei jedem Wechsel der Hose wechselte auch der Stein mit. Er bekam sogar den kreativen Namen “Ein-Stein” und stets trug ich ihn in meiner linken Hosentasche mit mir herum. Bis letzte Woche.

In der linken Hosentasche, wo Ein-Stein wohnte, habe ich auch immer ein Taschentuch, in der rechten Hosentasche wohnt mein Schlüssel. Neulich nach einem Spaziergang an der Warnow war Ein-Stein weg. Offensichtlich hatte ich ihn unterwegs verloren, als ich mir ein Taschentuch aus der Hosentasche holte. Jedenfalls war er weg, als wir wieder zuhause waren.

Aber Bert hatte für diesen Fall vorgesorgt und von einem anderen Werkstattbesuch schon vorher Ersatz mitgebracht. Der musste nämlich zum freundlichen Vertragshändler und hat da auf dem Parkplatz einen Stein gefunden, der Ein-Stein sehr ähnlich sieht, und diesen in seinem Profil mit nach Hause genommen.

Ersatz-Stein

Nun ist ein Schotterstein vom Autohändler in Rostock-Dierkow nicht annähernd so cool wie ein Stein aus Norwegen, kleiner ist er außerdem und er fühlt sich auch nicht so gut an in der Hosentasche, aber egal, Ein-Stein ist Ein-Stein und so trage ich halt den mit mir herum.


dark*
geschrieben von
dark*
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