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Verspannt

 ·  ☕ 2 Minuten zum Lesen  ·  ✍ dark*

Meine Nackenschmerzen, die mich seit dem Bandscheibenvorfall 2010 regelmĂ€ĂŸig begleiten und auch aktuell wieder quĂ€len, sind nicht ganz neu. Erstmals gab es da Mitte der 90er Jahre schon ein Problem …

Freitags fing es an und ich beschloss meinem Nacken bis Montag Zeit zu geben, sich selbst zu heilen, was er jedoch nicht tat. Im Gegenteil: Samstags trafen wir uns mit ein paar Leuten zum Bowling, anschließend gingen wir zu Mc Donald’s. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich mich fast gar nicht mehr bewegen. R. und H. waren der Meinung, ich sollte unbedingt zum Arzt gehen und zerrten mich in die Notaufnahme der Klinik, die gegenĂŒber von Mc Donald’s gelegen ist. Wobei zerren hier fast wörtlich zu nehmen ist. Ich versuchte mehrmals zu flĂŒchten, sagte immer wieder, dass ich nicht zum Arzt will, aber sie ließen keinen Einspruch zu, nahmen mich in ihre Mitte. Flucht war ausgeschlossen, sie sind beide viel stĂ€rker als ich, so ergab ich mich widerwillig meinem Schicksal, hörte jedoch nicht auf rumzumeckern.

Der Pförtner zeigte meinen Begleitern den Weg zur Notaufnahme und sie schleppten mich – immer noch zeternd – dorthin. Wir mussten eine Weile warten, bis ich reingerufen wurde. Man warf einen kurzen Blick auf meinen Hals und schickte mich zum Röntgen, wo wir wieder warten mussten. Anschließend musste ich wieder zu dem Doc. Er begutachtete meine HalswirbelsĂ€ule. Ob ich öfter derartige Verspannungen hĂ€tte, wollte er wissen. Jawohl, habe ich, antwortete ich wahrheitsgemĂ€ĂŸ. Dies wĂŒrde daran liegen, dass der zweite Halswirbel rechts unterentwickelt ist.

Unterentwickelt 
 Was fĂŒr ein Wort! Ich fĂŒhlte mich noch schlechter.

Wie lange ich das denn nun schon hĂ€tte, fragte er mich und ich antwortete ebenfalls wahrheitsgemĂ€ĂŸ, dass es Freitagmorgen begann. Nachdem ich seinen Blick sah, fĂŒgte ich schnell hinzu, dass es aber erst im Laufe des heutigen Abends so schlimm geworden wĂ€re. Das passte ihm gar nicht. Er fand es wohl unverschĂ€mt, dass ich mitten in der Nacht erschienen war. Ich hatte wenig Lust, ihm zu erklĂ€ren, dass ich nicht ganz freiwillig da war, sagte nichts mehr. Er verpasste mir eine Halskrause und sagte, dass ich etwas gegen die Schmerzen und etwas Krampflösendes bekommen wĂŒrde. Am nĂ€chsten Tag sollte es mir dann besser gehen. Ich befĂŒrchtete, Spritzen zu bekommen, aber es kam noch viel schlimmer: Der Doc rĂ€chte sich aufs Übelste dafĂŒr, dass ich seine Nachtruhe gestört hatte und ĂŒberreichte mir zwei ZĂ€pfchen!! Abschließend wĂŒnschte er mir sĂŒffisant grinsend eine angenehme Nacht – Scheißkerl!

Fortan begrĂŒĂŸte man mich mit: “Tach, Krause mein Name, Hals mit Vornamen.”

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