Das Leid mit dem Leid

Beim Dauerthema Krankenkassen kommt mir langsam die Galle hoch. Erneut wurden Gewinne erwirtschaftet, die jedoch nicht an den Beitragszahler weitergegeben werden (wie dereinst vollmundig versprochen). „Jammern auf hohem Niveau“ – auf kaum jemanden tritt das so gut zu. Man will die Bundestagswahl abwarten und überhaupt wird ja immer noch zu viel und zu teuer verschrieben usw. Einzig die derzeit noch amtierende Gesundheitsministerin ist zufrieden.

Nun ist es ja ganz schön, wenn die Krankenkassen nicht mehr chronisch pleite sind. Aber auf wessen Kosten?

Erst gestern habe ich zur Zufriedenheit dieser Frau wieder 15,00 Euro (Praxisgebühr und Zuzahlung Medikament) beitragen müssen um die Schmerzen in meinem desolaten Rücken endlich zu lindern. Demnächst kommen noch die Kosten für Physiotherapie und Osteopathie hinzu.

Eigentlich bräuchte ich schon lange wieder eine neue Brille, spätestens seit ich täglich mit schiefem Rücken fünf Stunden ohne Pause vor dem Computer-Bildschirm klebe.

Ein Bekannter läuft seit Monate mit Zahnlücke herum, weil er sich als ALG-II-Empfänger keine Brücke leisten kann.

Die Kinderärztin meiner Tochter erzählte, dass immer häufiger Kinder mit schweren Infektionen der Atemwege zu ihr kommen, seit die Eltern Hustensaft etc. selbst zahlen müssen.

Irgendwann rächt sich das.

Ein Kommentar:

  1. Einfach die Bürgerversicherung einführen.

    Beste Grüße
    Ralf

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