Ein fast normales Frühstück

Hinter uns liegt ein verlängertes Wochenende, das allerdings alles andere als schön war. Nun hat der Alltag hat uns wieder – mit einem fast normalen Frühstück.

Unser Tigerkatzitatzi gibt uns zurzeit so viel zurück, in letzter Zeit bevorzugt seine Nahrung in Flüssigform aus vorderen und hinteren Körperöffnungen. Während er sich zum Kotzen ja noch bereitwillig in den Flur tragen lässt, wo der Boden gefliest ist, weigert er sich bei Durchfall sein Klo zu benutzen. Das eklige Zeug will er da nicht drin haben, das findet er auf dem Teppich besser platziert.

Der Lebensabschnittsgefährte hat vergangene Woche, als ich im Büro war, bei der Hähnchenbratereikette wohl ein eher unbekömmliches Federvieh erwischt und tagelang mit den Auswirkungen zu kämpfen gehabt. Aber wenigstens scheißt der nicht auf den Teppich.

Meinereiner hat sowieso ständig Magen-Darm-Probleme, aktuell in Form von Krämpfen und Magenschmerzen. Was bei den Jungs zu gut läuft, geht bei mir gar nicht. Und so verbrachten wir das Wochenende und auch meinen Geburtstag mit der Aufnahme von Schonkost und dem Wegmachen von Kotze und Exkrementen. Und da schreibt mir noch eine Bekannte, dass Älterwerden doch gar nicht so schlimm sei …

Heute ist dann endlich der erste normale Tag mit normalem Frühstück und für heute Mittag ist normales Essen geplant – zumindest für die Zweibeiner, der Vierbeiner ist noch nicht so weit.

Als wir heute Morgen beim Frühstück saßen und unsere geliebten Nutella-Brote mampften, fiel mein Blick an die Zimmerdecke. Über dem Lebensabschnittsgefährte saß ein Insekt an der Zimmerdecke. Bei näherem Betrachten erkannte ich, dass es ein Silberfischchen ist. Ab und zu rennt mal eines davon durch unsere Wohnung. Was dieser an der für ihn eher untypischen Stelle wollte, wusste er vermutlich selbst nicht mehr. Ich jedenfalls holte die Trittleiter, nahm ein Küchentuch und wollte ihn damit von der Zimmerdecke nehmen. Blöderweise fiel er mir runter und ich sah nicht genau, wo er gelandet war. Möglicherweise auf dem Herrn Lebensabschnittsgefährten. „Die mögen dunkle, feuchtwarme Ritzen. Wundere dich nicht, wenn du den im Laufe des Tages an einer ungewöhnlichen Stelle wiederfindest.“ Mit diesen Worten schickte ich den Mann ins Büro.

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