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Was war inzwischen - KW 41/2021

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Uff, lange nicht gemeldet! Der letzte Beitrag war in der 14. KW. Heute ist die 41. KW. Zufall? ;)

FĂŒr die lange Abwesenheit gab es GrĂŒnde. VordergrĂŒndig gab es einen Grund: Ich war 80 Tage lang in Skandinavien unterwegs. Das war bombastisch, ist leider noch nicht vollstĂ€ndig blogmĂ€ĂŸig erfasst und vermutlich wird es fĂŒr lange Zeit einmalig bleiben. Den Anfang der Geschichte könnt ihr in meinem Blog Roadtrip nachlesen. Der Rest kommt auch noch, keine Sorge.

Bevor wir uns auf den Weg machen konnten, musste wir aus der offenen Pritsche natĂŒrlich erst noch eine wohnliche Behausung machen. Damit waren wir vor der Reise beschĂ€ftigt, wenn wir nicht gerade etwas Gegenleistung fĂŒr unsere monatlichen Gehaltszahlungen erbringen mussten. Und nach der Reise, die im leider nur fast fertigen Umbau angetreten wurde, gab es einiges zu verbessern, reparieren, fertigstellen. Jetzt habe ich endlich wieder etwas Luft, weil das Fahrzeug zum Einbau einer Luftstandheizung in der Werkstatt ist. Und nĂ€chste Woche geht es schon wieder los!

Da will ich schnell noch einiges raushauen, was sich hier in der Zwischenzeit angesammelt hat.

Ich bin bekanntlich kein Freund des ĂŒbermĂ€ĂŸigen Anglizismen-Gebrauchs. Allerdings gehen mir auch manche Sprachpuristen ein wenig zu weit. Mit dem RechengerĂ€t ins Zwischennetz ist selbst mir zu doof. Und das tuckernde Dieselding unter der Haube unseres Wagens nenne ich auch nicht Zerknalltreibling.

Zerknalltreibling

Übrigens war unsere lange Reise nur deswegen möglich, weil man auch in der abgelegensten norwegischen Pampa noch LTE-Empfang hat. Selbst in den Bergen, wo man kein Haus sieht, soweit das Auge reicht. Das kann man von Deutschland ja nun nicht behaupten. Hier in Mecklenburg-Vorpommern ist - wir erinnern uns alle an die Worte der (ehemaligen) Kanzlerin - das ja sowieso Neuland. Aber auch in NRW ist man nicht viel weiter. In einem ungewöhnlichen Versuch wurde getestet, was schneller geht: Ein Download ĂŒber das Internet oder die Datei auf einem Speichermedium per berittenen Boten zu schicken. Unnötig zu erwĂ€hnen, wer gewonnen hat, sonst wĂ€re es ja keine Meldung wert.

Auch der nĂ€chste Link hat einen Norwegen-Bezug. Dort gibt es Paprikas im Supermarkt nur einzeln verpackt. Jede Paprika ist in Folie eingeschweißt. FĂŒr uns war das ein (weiterer) Grund, dort keine Paprika zu kaufen. Auf boredpanda gibt es eine Auflistung mit 30 Food Packaging Fails.

Die Chinesen bauen ja teilweise echt wahnsinniges und halsbrecherisches Zeug. Und ab und zu geht da halt auch mal etwas schief. Die bauen auch ganz gerne GlasbrĂŒcken, eine Konstruktion, ĂŒber die mich keine 10 Pferde bringen wĂŒrden, nicht fĂŒr Geld und gute Worte wĂŒrde ich da drĂŒber gehen. Und wenn ich es doch versuchte, kĂ€me ich vermutlich nie wieder da runter, weil ich nach ein paar Schritten Herzrasen und SchwindelanfĂ€lle mit Übelkeit bekĂ€me und wie angeklebt stehen bliebe. Dem Herrn LebensabschnittsgefĂ€hrten habe ich schon auf ungefĂ€hrlicheren Wegen fast die Hand gebrochen, wenn er mich mal wieder kurz vor einer Panikattacke gerettet hat. Und jetzt habe ich noch einen Grund mehr, solche BrĂŒcken unter absolut gar keinen UmstĂ€nden zu betreten: Im Mai hat eine Windböe von 150 km/h dafĂŒr gesorgt, dass die Glasplatten der BrĂŒcke in Langjing city barsten. Und ein Mann war mitten auf der BrĂŒcke und hat sich am GelĂ€nder festgeklammert. Passiert ist ihm zwar nichts, aber …

Und noch etwas aus dem Touristen-Universum: Eine Postkarte wurde nach nur 44 Jahren zugestellt! Abgeschickt 1977 in Griechenland, ist sie nun endlich angekommen.

Noch etwas aus heimischen Gefilden: Der hiesige Fußballverein ist von der 3. in die 2. Liga aufgestiegen. Ich habe mit Fußball zwar genau nichts am Hut, aber solche “sportlichen” “Heldentaten” bekommt man ja zwangslĂ€ufig mit, wenn sie in der eigenen Stadt geschehen und man nicht gerade völlig abgeschirmt von der Außenwelt vor sich hin vegetiert. Und mit der höheren Liga kommen natĂŒrlich auch mehr Hooligans und anderes Gesindel in Stadt und Stadion. Vielleicht sollte die Stadt mal eine Idee der Brasilianer aus dem Jahr 2015 aufgreifen: Mama sieht dich!. Zitat: “Bei einem Fußballverein aus Brasilien ging es so gewalttĂ€tig zu, dass die Verantwortlichen nun die MĂŒtter der Randalierer als Aufseherinnen ins Stadion schicken.” Und weiter: “Erstmals seit vielen Jahren sei ein Spiel ohne Ausschreitungen ĂŒber die BĂŒhne gegangen, es habe keine einzige Festnahme gegeben, gab der gastgebende Klub voller Stolz bekannt.” Geht doch.

Als wir von der Reise zurĂŒckkehrten, funktionierte unsere Waschmaschine nicht. Das ist ein ziemliches Desaster, wenn man einen Pickup voller Klamotten zum Waschen hat. Ziemlich unromantisch.

WaschmaschinenĂŒberwurf Romantik

Was war sonst? Im Kino ist ein neuer James-Bond-Film angelaufen. FĂŒr Firlefanz wie Abendessen ist da keine Zeit.

84-jÀhriger Vermisster im Kino

Bekanntlich ist ja schon Herbst. Hier ist noch viel GrĂŒn, aber auch schon Gelb und leuchtendes Rot an den BĂ€umen zu sehen. Und Kastanien, ĂŒberall liegen Kastanien.

Kastanien

Traditionell werden spĂ€testens im Herbst VorrĂ€te fĂŒr den Winter angelegt. Obst wird zu Marmelade verkocht und GemĂŒse wird eingefroren. Und da kann es ja auch nicht schaden, noch etwas Wasser auf Halde zu haben.

Wasser einkochen

Das Bild der Woche zeigt jemanden, der noch nicht verstanden hat, dass mittlerweile Herbst ist: die Kornblume in meinem Balkonkasten.

Kornblume

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