Socken

Ein Thema, über das ich endlos schreiben könnte. Ich persönlich habe mit diesen Kleidungsstücken eigentlich keine Probleme. Ich kaufe sie paarweise, ziehe sie paarweise an und auch wieder aus, stopfe sie paarweise erst in den Wäschekorb dann in die Waschmaschine, ich hänge sie paarweise zum Trocknen auf und räume sie paarweise wieder in den Schrank. Dort warten jeweils zwei friedlich miteinander vereint darauf, dass ich sie wieder raushole, anziehe usw. – paarweise. Ich kann mich nicht erinnern, jemals einen verloren zu haben, seit ich für meine Wäsche eigenverantwortlich bin.

Ich bin einmalig – jedenfalls was Socken betrifft, so will mir scheinen. Vor drei Wochen erst zitierte ich meine Tochter in meine Wohnung um mit ihr die mittlerweile 12 Einzelexemplare, die sich bei mir in Erledigung ihrer Schmutzwäsche angesammelt hatten, zu diskutieren. Nachdem ich mich davon überzeugt hatte, dass sich an der Anzahl ihrer Füße nichts geändert hatte, schickte ich sie in ihr Zimmer mit dem Auftrag, mir alle Socken zu bringen, zu denen sie kein Gegenstück finden konnte. Sie kam mit 5 Socken zurück. Zwei davon gehörten zusammen (Ist es besorgniserregend, dass dieses Kind das nicht erkannt hat?), einer war ein Gegenstück zu einem Exemplar meiner 12er-Sammlung, die dann um die restlichen zwei Fundstücke erweitert wurde. Von drei weiteren aus meiner Sammlung verabschiedete ich mich am Mülleimer, da laut Schatzi der jeweils andere bereits aufgrund von Lochfraß entsorgt war. Immerhin reduziert das den Bestand auf 10.

Socken der ganz anderen Art kenne ich seit Juli dieses Jahres. Das sind keine normalen Socken. Ich habe versucht sie zu kontrollieren, einzusperren und zu töten – ohne Erfolg. Das sind Highlander-Socken der nächsten Generation. Ich habe auf einem rumgetrampelt und geprügelt, bis er regungslos liegen blieb. Eine Stunde später war er spurlos verschwunden. Man kann sie mit Salzsäure überschütten und kaum dass man ihnen den Rücken zudreht, setzen sie sich wieder zusammen, wie der Quecksilber-Typ in Terminator 2 und dann kriechen sie in die unmöglichsten Ecken. Die sind nicht tot zu kriegen, diese Socken kann man nicht stoppen.

Soul war keine zwei Stunden in meiner Wohnung, da lagen bereits 5 (in Worten: fünf) einzelne Socken im Zimmer verteilt. Soul selbst bezeichnet sie lapidar als „Wandersocken“ und meint, dass sie sich gerne in fremder Leute Wohnungen umgucken. Können sie das nicht an seinen Füßen tun wie normale Socken auch?

Die brauchen einen Socken-Dompteur. ;-)

3 Kommentare:

  1. Pingback:Socken-Links | dark*s empire

  2. Es gibt Dinge, die werden sich tatscählich wohl nie ändern…

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