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Dann halt doch wieder QB

 ·  ☕ 2 Minuten zum Lesen  ·  ✍ dark*

Als ich vor ĂŒber zwei jahren meinen Job hinschmiss, eine Entscheidung ĂŒbrigens, die ich nie bereut habe, ganz im Gegenteil, jedenfalls war einer der Gedanken seinerzeit, dass ich mich mit so etwas, wie QualitĂ€tsmanagement in Bildungseinrichtungen vermutlich nie wieder befassen mĂŒsste. Und eigentlich fand ich den Gedanken sehr angenehm.

Nun kommt es im Leben ja hĂ€ufig ganz anders, als man sich das vorstellt. So auch Ende letzten Jahres, als eine Einrichtung, fĂŒr die ich schon seit 2005 in geringem Umfang im Nebenerwerb tĂ€tig bin, feststellte, dass das bisher gemeinsam mit dem Kooperationspartner genutzte QM-Zertifikat schon lange nicht mehr gĂŒltig zu sein scheint. Jedenfalls muss ein neues her, um die Anerkennung als Weiterbildungseinrichtung nicht zu verlieren und außerdem Fördergelder zu bekommen. Und da hat man freundlicherweise an mich gedacht. Drei Dinge kamen dann zusammen:

  • Ich kann manchmal schlecht “Nein” sagen.
  • Ich mag Geld.
  • Die Einrichtung ist gut organisiert.

Mit etwas Abstand betrachtet, war es gar nicht das QualitĂ€tsmanagement selbst, was mich so gestresst hat, sondern eher der Umgang bei meinem ehemaligen Arbeitgeber damit (und vielen anderen Dingen). Nicht selten durfte ich mir anhören, dass ICH das ja möchte, dass man fĂŒr MICH diese oder jene Unterlagen zusammenstellt oder irgendetwas noch ausfĂŒllen, ĂŒberprĂŒfen muss usw. 11 Jahre lang habe ich dort u. a. das QualitĂ€tsmanagement betreut und gebetsmĂŒhlenartig erklĂ€rt, dass niemand irgendetwas fĂŒr MICH machen muss. Ich kann super ohne Zertifikat leben. Ich kann super ohne QualitĂ€tsmanagement leben. Ich kann auch super ohne Weiterbildungswerk leben. Und seit Ende 2021 kann ich erst recht super ohne diese Einrichtung leben.

Ganz anders ist es da, wo ich jetzt die QB spielen soll. Da habe ich nicht das GefĂŒhl, jetzt ganz alleine da durch zu mĂŒssen. Da steht man hinter mir, da ist RĂŒckhalt da. Dort ist man sich darĂŒber im Klaren, dass niemand fĂŒr MICH irgendetwas tun muss, die machen das fĂŒr sich selbst, fĂŒr den Erhalt ihrer Fördermittel und damit ihrer ArbeitsplĂ€tze. Ich bin da auch nicht angestellt, sondern als Honorarkraft tĂ€tig, was mir zudem bei der Zeiteinteilung eine große Freiheit gibt

Und so bin ich jetzt halt wieder QualitÀtsbeauftragte, was mich aktuell ein wenig vom Bloggen abhÀlt, unser gewÀhlter Zeitrahmen ist nÀmlich sehr sportlich gewÀhlt.

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