Chemotherapie

Ich löse mich auf

Der Verfall meiner Finger schreitet voran. Viel gibt es dazu nicht zu sagen, daher zeige ich lieber ein paar Bilder. Innerhalb eines Tages hat sich ziemlich viel Haut einfach abgelöst. Darunter war zum Glück schon neue Haut da. Und zum Glück betrifft es auch nur die Finger.

Die Wirkungen sind echt daneben

Am Freitag muss ich schon wieder zum Leukozytenzählen und nächste Woche Dienstag ist wieder Chemo angesagt. Da wird es Zeit, die neuen Nebenwirkungen etwas ausführlicher zu thematisieren.

Chemotherapie Part Four

Wer bei meinem Geschreibsel vom Krebs stets eine ausgemergelte, magere, krank aussehende Person vor Augen hat, vergisst dies am besten ganz schnell wieder. Seit ich krank bin, habe ich fast 10 kg zugenommen. Auf 180 cm Höhe verteilt, hat das zwar noch kein dramatisches Ausmaß, aber soweit muss es ja gar nicht erst kommen. Und so beschloss ich am Sonntagabend nach der letzten Chemo Anfang Juli, dass ein wenig Einschränkung ja nicht schaden könnte.

Chemotherapie Part Three

„Ich will nicht!“ Dieser Satz beherrscht gerade meinen ganzen Körper, denn heute muss ich mir schon die vierte Einheit verabreichen lassen. Da wird es Zeit für einen kurzen Rückblick auf die Nach- und Nebenwirkungen der dritten Einheit.

Chemotherapie Part Two

Es ist Sonntagmorgen, kurz vor 6 Uhr und ich sitze im Wohnzimmer mit meinem Frühstück: warme Milch mit Zwieback und dazu ein warmer Kakao. Gestern gab es dieses Frühstück um 4 Uhr. Das fand sogar das Katerchen ungewöhnlich. Allerdings muss der sich schon seit Tagen auf ständig neue Situationen einstellen und ist ein wenig durch den Wind – auch eine Nebenwirkung der Chemotherapie.

Chemotherapie Part One

Um 05:12 Uhr wurde ich wach, um 06:23 Uhr torkelte ich schlaftrunken zur Toilette, um 06:35 positionierte sich der Kater vor der Badezimmertüre, zunächst beobachtend, wenige Minuten später sein morgendliches Kampfgebrüll anstimmend. Ich torkelte in die Küche, versuchte erfolglos das ekelerregend riechende Katzenfutter aus der Verpackung zu bekommen. Heute war das Zeug besonders widerspenstig und es war Werkzeug von Nöten. Gleichzeitig lief der Kaffee durch die Tassimo. Als ich mit dem Hände Waschen fertig war, sah ich erst, dass sie die ganze Brühe über die Küchenarbeitsplatte verteilt hatte, meine bereitstehende Kaffeetasse aus irgendeinem Grund ignorierend. Meine Fresse, fängt dieser Tag beschissen an!