7:30 h - fast ein bisschen wie normal leben: Wochenende vorbei, es ist Montagmorgen, ich bin hundemüde und sitze mit den Pendlern im Zug, der in wenigen Minuten fährt.
Die Telekom hat gestern den Anschluss gesperrt. Bevor ich weggefahren war, hatte ich noch zwei Überweisungen zur Bank gebracht, um die offenen Rechnungen zu begleichen.
Seit Stunden, seit ich aufgewacht bin, putze ich meine Wohnung. Ekel überfällt mich, obwohl es hier gar nicht dreckig ist. Jemand hat gesaugt in meiner Abwesenheit, das Geschirr weggeräumt, die Kaffeetassen gespült, die ich stehen ließ, als ich morgens um sieben zum Bahnhof fuhr.
Neulich, irgendwann zwischen dem 11. September und Nikolaus des vergangenen Jahres, stellte ich, aufmerksam geworden durch Tropfgeräusche, unter meiner Spüle eine kleine Undichtigkeit fest.
… bis ich duschen ging, weil ich - wie jeden Donnerstag - Real Life spielen musste.
Ich kam aus der Dusche und ging zum Schreibtisch, um auf die Uhr zu schauen.
Seit heute bin ich nun wieder offiziell arbeitslos. Jawoll! Und in meiner Eigenschaft als Arbeitsloser hab ich mir dann sogar das Taxifahren verkniffen, weil ich original dachte: “Arbeitslose fahren nicht Taxi.
Yep! Ein Tagebuch. Allerdings hab ich ihm nur eine Seite gewidmet, da der Tagesablauf nur unwesentlich variiert und eventuelle Highlights - die meist ebenso unerwartet wie unerwünscht in mein Dasein dringen - ohnehin an anderen Stellen schriftlich festgehalten werden.