Erfolg

Hubschraubereinsätze gegen Sprayer, darüber berichten sämtliche Nachrichtenmagazine. Sprecher von Polizei, BGS und Innenminsterium feiern ausgiebig ihren Erfolg und betonen immer wieder, wie erfolgreich die Aktionen waren und wie toll das doch alles ist, schließlich hat sich ja kaum einer beschwert und es wurden vier Verhaftungen vorgenommen.

Natürlich beschwert sich kaum einer. Im Normalfall geht man davon aus, dass ein Hubschrauber nachts nicht aus purem Freizeitvergnügen über der Stadt kreist. Ich persönlich denke dann immer an eine Fahndung, der irgendein schweres Verbrechen zugrunde liegt. Dazu zählen Graffitis in meinen Augen allerdings nicht. Klar sind die Dinger in der Regel eher ärgerlich und inakzeptabel. Aber ist es das wert, den Leuten den Schlaf zu rauben?

Ach ja, so ganz nebenbei wurde bei der erfolgreichen Aktion auch noch ein Mensch getötet: „Am Donnerstagabend sei ein Motorradfahrer von einem Streifenwagen erfasst worden. Die Polizisten seien unterwegs zu einem Einsatzort gewesen, wo Sprayer am Werk gewesen sein sollen.“

Der Zweck heiligt die Mittel, nicht wahr? Hauptsache die Wände bleiben sauber…

Ein Kommentar:

  1. Ja, ich kann dir nur zustimmen. Mit Kanonen auf Spatzen schießen, so kommt mir das vor. Wenn sie mal Verkehrsrowdys mit so einem Aufwand jagen würden…

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