Bürgerverarschung

Quelle: Krefelder Entsorgungsmagazin 2005

Allerdings gibt es für alle drei Container anscheinend nur einen Abholwagen, auf dem die Flaschen bunt gemischt heute Morgen unter meinem Fenster vorbei gefahren wurden.

6 Kommentare:

  1. Du bist sicher, dass die alle drei Farben da kunterbunt hineingewürfelt haben? Nicht dass ich ernsthaft zweifle, ich frag‘ nur sicherheitshalber nochmal nach, weil das woanders meist verschämter gehandhabt wird.

    Wobei es am Ende aufs Gleiche hinausläuft. Ein ehemaliger Vorsitzender? Geschäftsführer? des Dualen Systems machte mal bei Maischberger auf n-tv einige sehr erhellende Bemerkungen zum Unfug, besser Schwindel, der da betrieben wird. Es geht um viel Geld, daran sollte man denken.

  2. Im Fernsehen und auf Bildern habe ich schon Wagen gesehen, deren Container dreigeteilt waren. Dieser Wagen hatte aber eindeutig keine Unterteilung und es lag ein riesiger Multicolorhaufen darin, Flaschen in allen drei Farben.

    Ein Bekannter von mir ist LKW-Fahrer und eine zeitlang für das hiesige Entsorgungsunternehmen gefahren. Der erzählte mir auch einmal, dass die gelben Säcke regelmäßig zur Verbrennungsanlage gefahren werden; irgendwie muss die ja auch ausgelastet werden. Müll wird, so sagte das Fernsehen einmal, ohnehin quer durch die Republik gekarrt. Und dabei geht es nur ums Geld, natürlich.

    Müllwirtschaft in Deutschland – Auch so ein unerschöpfliches Thema …

  3. Das mit dem Glas kann ich zumindest für meine Stadt (Essen) nicht bestätigen. Ich kenne die Abladestelle im Stadthafen. Da ist Weiß- Braun und Grünglas fein säuberlich getrennt. Es gibt allerdings auch einen Haufen wo Braun- und Grünglas gemischt ist.
    Allerdings würde sich der Transportunternehmer selber ins Knie schiessen. Für Weißglas gibt es mehr Geld als für Buntglas.

    Das mit der Müllverbrennung kann ich dafür wieder durchaus bestätigen. In unserer hiesigen MVA (Müllverbrennungsanlage) kommen LKWs aus ganz Deutschland an. Viele auch mit gelben Säcken.
    Allerdings muss man mit Vorwürfen vorsichtig sein. Ein LKW-Fahrer sagte mal, das wären die Säcke die in den Recyclinganlagen nicht verarbeitet werden können. Entweder weil es schlichtweg zuviel ist oder weil es „Abfälle“ sind die nicht recycelt werden können.

  4. Ich kann auch nicht sagen, ob das Glas in Krefeld immer buntgemischt gesammelt wird, mir ist halt nur beim Blick aus dem Fenster dieser eine LKW aufgefallen, der mich doch sehr verwundert hat.

    Die Theorie, dass die gelben Säcke direkt zur Verbrennung gefahren werden, weil sie bisweilen zuviel werden, hatte ich für mich auch schon aufgestellt. Denn wenn man wirklich sorgfältig trennt, macht der „gelbe Müll“ den Löwenanteil aus; da kommt schon einiges zusammen. Dennoch habe ich stets den Eindruck, man will dem Bürger Glauben machen, dass wirklich jeder Fetzen Plastik recycelt wird, und dem ist nunmal nicht so. Ein wenig mehr Ehrlichkeit stünde allen Beteiligten besser zu Gesicht.

    Ich selbst trenne übrigens fast gar nicht, was in erster Linie daran liegt, dass es hier im Haus nur Restmülltonnen gibt (O-Ton des Verwalters: Hier trennt ja eh keiner.) und der Platz in meiner Küche für mehrere Müllgefäße nicht ausreicht. Hinzu kommt, dass die gelben Säcke nur alle vier Wochen abgeholt werden. Wo soll ich die denn so lange lagern?

    Es geht übrigens auch anders, theoretisch jedenfalls:
    http://www.3sat.de/nano/bstuecke/60975/

    • Nachtrag: Ich habe gestern den bereits erwähnten Bekannten getroffen, der beim Versorgungsunternehmen gearbeitet hat. Dass buntgemischte Glas fand er auch sehr ungewöhnlich und vor allem unüblich. War wohl eine Ausnahme.

  5. Eigentlich könnte es uns Bürgern ja fast egal sein, ob die gelben Säcke samt Inhalt verbrannt werden oder nicht. Hauptsache ist doch könnte man sagen dass die Recycling-Grüner-Punkt-Abfälle im Gegensatz zum Restmüll weiterhin kostenlos abgeholt werden, da wir ja die Entsorgungsgebühr dafür schon beim Einkauf mitbezahlen.

    Aber „in Wirklich“ … macht es traurig, sollte dem tatsächlich so sein, was ich aber nicht zu glauben gewillt bin … wenn man wirklich aus Überzeugung trennt. Da tröstet dann echt nur noch der Kostenfaktor.

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