Argumentationslosigkeit

Man kennt das aus tausenden von Newsgroups oder Internetforen: Wenn einem Diskussionsteilnehmer die Argumente ausgehen, kommt ein Nazivergleich oder eine Anspielung auf Hitler etc. Und weil das Internet nunmal keine Subkultur, Parallelwelt oder -gesellschaft ist, müssen wir heute im Stern lesen:

Stiegler vergleicht Unionsprogramm mit KZ-Parole

Nun kann man vom dem Spruch „Sozial ist, was Arbeit schafft“ halten, was man will. Tatsache ist aber, dass dieser schon seit mindestens zwei Jahren durch die Reihen der Union geistert. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, dass Herrn Stiegler ausgerechnet im Wahlkampf (so es denn Neuwahlen geben wird) einfällt, dass er doch irgendwo schon einmal einen Spruch gehört hat, in dem das Wort „Arbeit“ vorkommt.

4 Kommentare:

  1. Viel interessanter war doch heute die Meldung
    http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID4520038_TYP6_THE_NAV_REF_BAB,00.html
    über den SPD-Bundestagsabgeordneten Mierscheid,
    http://web.archive.org/web/20050205020401/http://www.bundestag.de/mdb15/bio/M/miersja0.html
    seinem Aussehen nach zu urteilen eindeutig Zwillingsbruder des oft verstorbenen Karl Ranseier.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Ranseier

    Das ist mal unterhaltsamer Wahlkampf. ;-)

  2. Richtig ist, dass der Spruch von einer selten dämlichen, um nicht zu sagen menschenverachtenden Einstellung zeugt. Denkt man ihn nämlich zuende, heisst das ja, unter dem Gesichtspunkt Arbeit schaffen verlieren alle anderen Gesetze an Wert. Also Kündigungsschutz, Zumutsbarkeitsregelungen, usw., usf.

    Ebenso dämlich und genauso menschenverachtend die Replik des Herrn Stiegler. Es erkannten mit Recht schon vor langer Zeit Leute, sei es über Usenetregeln oder sonstwas, kein Ausspruch oder sonstwas in der BRD rechtfertigt den Vergleich mit Nazideutschland. Das Grauen dort entzieht sich jedem Vergleich mit der deutschen Wirklichkeit heutzutage, mag sie auch teilweise als noch so ungerecht und frustierend empfunden werden.

  3. Nichts ist so alt wie die Nachrichten von gestern.

    Er habe das Wahlprogramm der Union nicht mit Naziparolen vergleichen wollen. Er habe nur über Arbeit diskutieren wollen.

    Was anderes schrieb ich doch auch nicht, oder? ;-)

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