Primitive Instinkte

Diese will die Bundesregierung wohl ansprechen, wenn sie in ihrer Photoreihe über die Arbeitsagentur Halle eine hübsche, blonde, junge Dame präsentiert. Überhaupt erschließt sich mir der Sinn dieser Fotoreihe, die auf der Homepage der Bundesregierung verlinkt ist, nicht.

Update 2012
Link entfernt, die Photoreihe gibt es nicht mehr auf der Seite der Bundesregierung.

5 Kommentare:

  1. So wie ich die Arbeitsagentur sehe, ist das lediglich eine Melkkuh für alle möglichen Institutionen, egal ob Gewerkschaften, Arbeitgeber oder sonstige Unternehmen. Ich hatte mal das Vergnügen tieferer Einblicke und was so alles läuft. In der Provinz sind so Dinge manchmal leicht überschaubar oder werden herumgeplaudert.

    So gab es zum Beispiel Lehrgänge vom Arbeitsamt für eine private Institution, aber im Gegenzug musste der Lehrgangsanbieter Geräte leasen von einer Gesellschaft an der eine Kultusministerin beteiligt war. Das die Lehrgänge oft weitgehend nutzlos waren, was solls. Geschönte Statistik war auch noch dabei.

    Das läuft woanders nicht anders und die Arbeitsagentur ist am wenigsten für Vermittlung da. Momentan sind sie ja nur noch mit sich selbst beschäftigt. Aber der Rubel für diejenigen, die schon die ganze Zeit an der AA saugen, muss weiterrollen. Da sagt mir das Bild der hübschen jungen Dame.

  2. Hmmm…auch die anderen Bilder scheinen nicht auf andere Instinkte einwirken zu wollen, oder was soll sonst diese Bilderstrecke?

  3. Nun ja, strenggenommen bleibt der Regierung nichts anderes, als auf niedere Instinkte anzusprechen, dem Intellekt haben sie ja nichts zu bieten. ;-)

  4. Fatal dabei. Wer das Arbeitsamt kennt, sich mit neurotischen, Bürokraten übelster Sorte herumschlagen muss, bei dem werden in der Tat niedere Instinkte angesprochen, Mordlust, Zerstörungswut, z.B.

    Den anderen die AAmts-Welt nicht kennen, wird eine heile Welt vorgegaukelt, werden Potemkinsche Dörfer errichtet, hohl wie nur sonstwas. Die fallen dann sehr, sehr tief wenn ihre auf diese Weise geweckten Erwartungen mit der Realität kollidieren.

  5. So geschehen in Krefeld, im April dieses Jahres:

    Mit Hammer zum Arbeitsvermittler – Polizei nimmt Randalierer fest

    Krefeld (dpa/lnw) – Mit einem Hammer bewaffnet hat ein offenbar unzufriedener 39-Jähriger seinem Arbeitsvermittler in Krefeld einen Besuch abgestattet. Der Arbeitslose habe am Freitag zunächst den Computer des Angestellten demoliert und den Hammer dann durch das geschlossene Fenster geworfen. Anschließend habe er den Mitarbeiter mit einem ebenfalls mitgebrachten Messer bedroht. Verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand. Die Beamten nahmen den Randalierer fest. Was den Arbeitslosen so wütend gemacht habe, war zunächst unklar.

    Der Zeitungsartikel ist leider nicht mehr online.

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