Time warp
- 19.05.2011:
Where are you?
19.05.2005:
Entmündigung
19.05.2005:
Sie haben Post
19.05.2005:
Demokratie-Extremismus
19.05.2004:
Missverständnis?
19.05.2003:
E-Mail
19.05.2001:
Was sind richtige Männer?
Archiv der Kategorie: Ruf! Mich! An!
T-Com

Nicht der einzige Fehler im System des Konzerns. Heute im T-Punkt meinte der Kassen-Computer, dass ich für das neue Handy, welches ich zusammen mit der CombiCard Teens erwerben wollte, 9.999,00 Euro (In Worten: Rund Zehntausend!) bezahlen sollte. Mit der Bemerkung, dass ich gerade nicht so viel Bargeld dabei hätte, verweigerte ich die Zahlung. So teuer waren die Teile noch nicht einmal, als sie noch Autotelephon hießen und durchaus als Statussymbol angesehen werden konnten.
Die Karte habe ich trotzdem, ein Handy auch – aber ein etwas günstigeres.
Dieses praktische Festnetz-Telephon, das exakt zu meinen Nutzungsgewohnheiten passen würde, hatten sie leider nicht. ;-)
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Telephon-Experten
heise mobil berichtet, dass Experten herausgefunden haben, dass der Handy-Nutzer mehr Wert auf einfach Bedienung als auf eine Flut von Funktionen legt. So weit, so gähn; für diese Feststellung braucht es nicht unbedingt “Experten”, selbst in meinem bescheidenen Bekanntenkreis gibt es genug Leute, die über komplizierte, unverständliche oder unsinnige Bedienung ihrer Mobiltelephone die Köpfe schütteln bis sich aufregen.
Stutzen musste ich, als ich diesen Forumsbeitrag eines gewissen Arno Nuem zu dem Bericht las. Herr Nuem schreibt:
… der Sinn von Telefonen ist, dass ich nur noch ein Geraet mit mir rumschleppe …
Bin ich gestrig, zurückgeblieben oder naiv, weil ich bisher dachte, dass der Sinn von Telephonen darin liegt, mit einer Person außerhalb meiner persönlichen Reichweite sprechen, also telephonieren zu können? Zumindest war das im letzten Jahrtausend noch so. (Erinnert sich jemand?) Ich will ja nicht behaupten, dass früher alles besser war, aber das war doch ganz nützlich.
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Ichbins
Drrrring! Telephon. “Ja?” – “ichbins”
Alle, die bei mir anrufen, heißen “ichbins”. Aber auch hier schafft das Netz der Netze Abhilfe gegen Unklarheit: Homepage der Familie ichbins. Ich kenne diese Leute zwar nicht und habe keine Ahnung, woher die meine Telephon-Nummer haben, aber trotzdem schön, dass diese Familie so regen Kontakt mit mir pflegt. ;-)
Nun ja, dieser ichbins war jedenfalls mein Ehemann. Zuletzt sprach ich ihn letztes Jahr November, als ich mittags dadurch wach wurde, dass irgendjemand versucht hat meine Tür einzutreten. Ich hasse es, wenn man mich weckt. Entsprechend gereizt riss ich die Tür auf. “Ach Du Scheiße! Was will der denn hier?” Er wollte wissen, warum ich nie öffne, wenn es klingelt, angeblich – so versuchte er Insider-Wissen vorzutäuschen – hätte sich auch Schatzi schon mehrfach beschwert. “Geht dich nichts an, außerdem mach ich auf, wenn ich die Klingel hör und weiß, wer draußen steht!”, knurrte ich nur. Nach dem Aufstehen brauche ich Kaffee und keinen Mann, am aller wenigsten dieses Exemplar! Er teilte mir mit, dass meine Klingel gar nicht funktionierte. Aha. Und weil die nicht funktioniert kann man mir also vorwerfen, dass ich nicht öffne wenn es klingelt?! “Wenn du öfter das Haus verlassen würdest, wüsstest du auch, dass sie nicht geht.” Hä? “Ich hab ‘nen Schlüssel, ich brauche nicht klingeln. Außerdem ist eh keiner zum Öffnen der Tür da, wenn ich weg bin.” So ein Depp! “Was willst du hier überhaupt?” – “Nur mal gucken” – “Na, dann hast du ja jetzt genug gesehen und kannst wieder gehen!” Ich hielt ihm die Tür auf um sie hinter ihm gemäßigt zuzuknallen. Idiot!
Jetzt am Telephon will er von mir wissen, ob ich in die Scheidung einwillige. Außerdem erzählt er so ganz nebenbei, dass er im Juli zwei Überweisungen an die Telekom von der Sparkasse zugeschickt bekommen hat, auf denen ich versehentlich eine falsche Konto-Nummer angegeben hatte. Wieso schicken die das an den? Blöde Sparkasse, deswegen wurde mir das Telephon gesperrt.
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4 Tage ohne Internet
Die Telekom hat gestern den Anschluss gesperrt. Bevor ich weggefahren war, hatte ich noch zwei Überweisungen zur Bank gebracht, um die offenen Rechnungen zu begleichen. Ich kontrolliere meine Kontoauszüge. Offensichtlich sind die Überweisungen nie in der Buchungsstelle angekommen, jedenfalls sind sie nicht von meinem Konto abgebucht worden und einen Brief, warum dies nicht geschehen ist, habe ich auch nicht erhalten. Wiedermal typisch.
Möglicherweise habe ich eh keinen Internet-Anschluss mehr ab 1. September, da mein Nachbar das Telephon kündigt. Ich erwäge den Anschluss in meine Wohnung zu übernehmen, was aber angesichts der Tatsache, dass ich eigentlich einen Arcor-Anschluss mit Flatrate haben will, ziemlich unsinnig erscheint. Hm, mal sehen.
Heute hab ich dann den laut Mahnung offenen Betrag vom Konto geholt um ihn bei der Telekom direkt bar zu bezahlen, damit der Anschluss möglichst schnell wieder freigeschaltet wird. Ich glaub’s nicht, die nehmen kein Bargeld an für Telephon-Rechnungen! Man muss das Geld zur Bank bringen und dann mit dem Einzahlungsbeleg zurück zur Telekom, damit sie die Freischaltung veranlassen können. Sowas Idiotisches! Natürlich hat die Bank schon zu und die Post auch, eine Einzahlung ist heute also nicht mehr möglich, ich werde mir den Wecker stellen müssen um früh genug aufzuwachen.
Ich laufe noch durch die Stadt, kaufe endlich mal den Kram, den Schatzi für das neue Schuljahr braucht und überlege, ins Internet-Café zu gehen, um wenigstens das neueste Hass-Posting zu lesen, von dem Soul mir am Telephon erzählt hat und mich abzumelden, damit ich nicht wieder für tot erklärt werde. In dem Café ist es stickig warm und außerdem voll. Nur ein Rechner ist noch frei, am Fenster, sodass man in der Sonne sitzt und diese außerdem direkt auf den Bildschirm scheint. Es macht wenig Sinn, sich da dran zu setzen, also lasse ich es und versuche es später nochmal.
Um 21:30 h gehe ich nochmal hin, chatte ein wenig, schreibe Postings und schaffe es selbst hier, dass sich alles aufhängt, nur noch Bluescreen. Das muss wirklich irgendwie an mir liegen. Naja, um 23:00 h macht der Laden dicht und ich latsche wieder heim.
Mal sehen, ob es morgen besser läuft, ob die es morgen geregelt bekommen, das Telephon wieder freizuschalten.
Man tut ja merkwürdige Dinge, wenn man kein Internet mehr hat. Ich habe mir die Haare geschnitten, habe mich bei Kerzenschein in die Baustelle gesetzt, die mal meine Wohnung war und wird, war im Keller auf der Hantelbank, gucke wieder Fernsehen. Und manchmal sitze ich auch am Rechner und schreibe ein wenig. Obwohl es schwierig ist, ich kann irgendwie nicht viel mit dem Rechner anfangen, wenn ich kein Internet habe. Ist ja auch völlig bescheuert irgendwie: Wenn ich ins Internet kann, kann ich Stunden vor dem Rechner sitzen, alles Mögliche machen, ohne online zu gehen, aber wenn ich dann nicht online gehen kann…
Andererseits habe ich beim Zappen festgestellt, dass RTL sich hervorragend als Surrogat für Chat und Foren eignet: In GZSZ wird geknuddelt und gestritten, bei Bärbel Schäfer versuchen geistig minderbemittelte sich gegenseitig verbal ins Abseits zu drängen, in Der Schwächste Fliegt wird ständig einer gekickt, Exclusiv behandelt das Wer-Mit-Wem, achja und bei OP Ruft Dr. Bruckner hat sich ein Typ durch Luftspritzen umgebracht weil er mit dem Leben nicht klarkommt, aber dort wie hier ist er Morgen mit anderem Namen wieder da, in einer anderen Serie, mit einer anderen Geschichte.
Nein, ich kann nicht behaupten, dass mir wirklich etwas fehlt.
Auch an Informationen mangelt es nicht: Die NASA hat Helios, irgendein solarbetriebenes Supterteil, in den Orbit geschickt; der Dollar steht bei 2,17 DM; Amerika brennt; das Wetter wird morgen genauso wie heute und Naddls Hintern ist so flach wie die Witze von seppuku.
Wieder ein Tag vorbei, das Telephon immer noch gesperrt. Dank der Hitze der vergangenen Nacht konnte ich bis 5:00 h nicht schlafen und Dank des Unwetters heute Morgen war ich um 7:00 h schon wieder wach. Naja, ich bin es ja gewohnt, wenig zu schlafen. Schatzi hat heute Geburtstag. Das war Grund genug, mal wieder aus dem Haus zu gehen. Wir haben ihr ein Fahrrad versprochen, was wir ihr heute auch gekauft haben. Ich weiß gar nicht, wann man mich zuletzt vormittags um 11:00 h draußen gesehen hat. Nachmittags kam dann natürlich noch Besuch. Schrecklich, ständig Leute um mich rum. Aber es war einigermaßen erträglich heute, außerdem war ich zwischendurch mit Frank beim Bahnhof, Ticket kaufen.
Mittlerweile habe ich drei verschiedene Auskünfte von freundlichen Telekom-Mitarbeitern, wie lange es dauert, bis mein Anschluss wieder frei ist. Am Montag, als ich anrief, um zu fragen, warum das Telephon nicht geht, sagte man mir, dass es innerhalb einer Stunde nach Einzahlung der Rechnungssumme und Vorlage des Belegs im Telekom-Laden wieder frei wäre. Im Telekom-Laden meinte man, das könne eine Woche dauern, vielleicht wäre es aber auch schon am nächsten Morgen wieder frei. Heute Morgen rief ich nochmal bei der Rechnungsstelle an, dort sagte man, das würde in der Regel 48 Stunden dauern. Morgen müsste es also wieder gehen.
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77 Stunden
Soso. Die Telekom ist der Meinung, ich wäre 77 Stunden, 57 Minuten und 48 Sekunden nonstop online gewesen. Haha!
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Bye Arcor
Ich sortiere meinen Papierkram, die Rechnung von Arcor für März fällt mir dabei wieder in die Hände. Arcor … Ich habe noch gar keine schriftliche Mitteilung bekommen, weiß noch keine Telephon-Nummer, keine Internet-Zugangsdaten. Ich rufe bei ISIS an.
Dort teilt man mir mit, dass es überhaupt nicht möglich sei, hier im Haus ISDN freizuschalten wegen irgendwelcher Blablabla-Leitungen. Ich würde keinen Telephon-Anschluss bekommen, jedenfalls nicht von Arcor/ISIS, müsste mich an die Telekom wenden. Ich bin fassungslos! Dazu haben die drei Monate gebraucht, um das festzustellen?! Dazu hat man mir einen Termin gegeben?! Ich fasse es nicht, kann nur bitter lachen, jenes Lachen, das irgendwo zwischen Hysterie und Ohnmacht einzuordnen ist. Ich weiß überhaupt nicht mehr, was ich sagen soll. Die Frau am anderen Ende der Leitung tippt irgendetwas in ihren Computer, eine Beschwerde betreffend die Person, die irgendetwas falsch in den Computer eingegeben hat, was bei richtiger Eingabe von vorneherein hätte erkennen lassen, dass hier kein ISDN-Anschluss seitens ISIS möglich ist. Ihre Stimme lässt Verständnislosigkeit bezüglich der Schlamperei ihrer Kollegen erkennen, sie klingt glaubhaft im Gegensatz zu der Dame des folgenden Telephonates.
Ich rufe bei Arcor an. Dort teilt man mir mit, dass mein Auftrag bereits im Mai storniert wurde. Der Sachbearbeiter, mit dem ich zuvor telephoniert hatte, traute sich wohl nicht mir die Wahrheit zu sagen. Wie bitte?! Ich schnauze sie an, was das denn bitte schön für ein Kundenservice sein soll. So etwas Lächerliches habe ich ja noch nie gehört. Ich sprach meine Empfehlung für das Managment aus, dass dieses sich doch besser an einen qualifizierten Unternehmensberater wenden soll, was in meinen Augen dringend nötig ist, wenn eine Firma drei Monate lang Mitarbeiter dafür bezahlt, einen Fall zu bearbeiten, der aufgrund Fehlens technischer Voraussetzung gar nicht bearbeitet werden kann. Sie versucht mir mehrmals ins Wort zu fallen, aber ich lasse ihr keine Chance. Abschließend erkläre ich ihr, dass ich mir durchaus bewusst bin, dass der Fehler nicht in ihrem Kompetenzbereich liegt. Aber wenn die Telephon-Nummer der Beschwerdeabteilung an die Kunden nicht weitergegeben wird, muss sie sich das eben anhören. Und wenn sie damit nicht klarkommt, kann sie sich ja ebenfalls beim Management beschweren. Ich drohe zu explodieren – oder heulend zusammen zu brechen. Das ändert sich jede Sekunde vom einen zum anderen. Aber ich verliere weder die Fassung, noch die Beherrschung, wenigstens die Contenance ist mir geblieben, wenigstens die.
Laut Arcor-Computer ist ab August 2001 ISDN bei mir verfügbar, ob ich zu diesem Zeitpunkt “schon” ISDN werde nutzen können, konnte oder wollte man mir nicht sagen. Es hieß, dass erst noch geprüft werden muss, ob mein Vertrag nun weiterläuft oder ich einen neuen Antrag ausstellen muss. Im Falle eines Neuantrags kann ich von einer Bearbeitungszeit von acht Wochen ausgehen.
Als Alexander Graham Bell das Telephon erfand, hat die ganze Welt über die Vorstellung via Draht zu kommunizieren gelacht. Was mich betrifft, könnte die ganze Welt Recht gehabt haben.
(Frei nach Ephraim Kishon)
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ISIS
Heute Morgen rufe ich (bestärkt durch meinen Besuch) wieder dort an. Der zuständige Sachbearbeiter ist noch nicht im Haus, man ruft mich zurück, sobald er da ist.
Kurz darauf klingelt das Telephon und noch bevor ich mich beschweren kann, wird mir mitgeteilt, dass am 25. Juni zwischen 08:00 und 12:00 Uhr jemand von der Telekom in meine Wohnung kommt, die Leitung durchmisst und am selben Tag der Anschluss freigeschaltet wird. Etwa eine Woche vorher werde ich den Termin noch schriftlich bestätigt bekommen.
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ISIS
Endlich schaffe ich es, bei ISIS anzurufen. Allerdings ist es nach 16:00 Uhr und der zuständige Sachbearbeiter hat schon Feierabend.
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Anruf bei Arcor
Ich rufe bei Arcor an, um zu fragen, ob man mich nun verarschen wolle. Der Sachbearbeiter teilt mir mit, mein Auftrag ist storniert worden. Auf meine ungehaltene Reaktion hin bat er mich, einen Moment zu warten und drückte mich weg in die Warteschleife. Nach ca. 2 minütiger Recherche teilte er mir mit, dass es sich wohl um ein Versehen handelte und mein Auftrag doch nicht storniert ist. Warum er noch nicht weiter bearbeitet wurde, kann er mir nicht sagen, ich soll bei ISIS nachfragen. Er gibt mir die Telephon-Nummer der Hotline.
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Arcor hat geschrieben!
Erwartungsvoll reiße ich den Brief auf, traue meinen Augen kaum: Ein Angebot für Arcor DSL/ISDN mit beiliegendem Vertrag, den ich ausfüllen, unterschreiben und zurückschicken soll?!
Veröffentlicht unter Ruf! Mich! An!
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