Archiv der Kategorie: Es krabbelt

Marienkäfer

von untenvon unten

Marienkäfer, ein Album auf Flickr.

Gerade lief ein Marienkäfer außen auf meinem ungeputzten Wohnzimmerfenster hoch. Der Makro-Modus der kompakten Digi-Knipse macht ganz brauchbare Bilder.

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Mitesser

ganz frisch

Eisbergsalat ganz frisch! Sollte der tatsächlich aus Spanien stammen, hat der Käfer einen weiten Weg hinter sich. Hoffentlich versteht er die Sprache seiner hiesigen Artgenossen. ;-)

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Willi II

Entgegen der Planung neulich wurde Willi doch nicht nach Unterrichtsende in die Freiheit entlassen. Das darkinchen hatte dies auf dem Heimweg schlicht vergessen. Zurück im trauten Heim – man stelle sich das vor: Willi lebt in seinem Haus in seinem Haus in unserem Haus ;-) – haben wir beschlossen, dem regungslosen Wesen, das zwischenzeitlich in Kältestarre gefallen war, noch eine Weile länger zu beherbergen. Und zwar so lange, bis diese Herbststürme mit sintflutartigen Regenfällen und nahezu täglichen Hagelschauern da draußen aufhören.
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Willi

Willi war zwei Wochen unser Haustier und die Biologie-Hausaufgabe meiner Tochter. Er ist Pazifist, ein ekliger Schleimer mit Stielaugen und nur einem Fuß. Trotzdem mögen wir ihn und haben uns bemüht ihm optimale Bedingungen für seinen Aufenthalt in unserem Haus zu schaffen. Seine Aufgaben bestanden darin, unter Beobachtung zu fressen, über eine Glasplatte zu kriechen, sich überall berühren zu lassen und die zwei Wochen bei uns zu überleben, um an der heutigen Biologie-Stunde teilzunehmen.
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Chronisch unzufrieden

Seit drei oder vier Tagen ist es nun wärmer. Das ist soweit begrüßenswert. Leider auch für alles, was so kreucht und fleucht und mehr als vier Beine hat. Eklig.

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Nachtschwärmer

Gestern Abend, ich wollte gerade das Licht ausschalten und mich ausgestreckt zur Ruhe legen – was mittlerweile wieder nahezu schmerzfrei möglich ist -, ließ zuvor gewohnheitsmäßig den Blick über die weiß gestrichene Zimmerdecke schweifen, um sicherzugehen, dass sich keine ungebetenen Gäste durch die geöffneten Fenster eingeschmuggelt haben, da schoss mir ein Gedanke durch den Kopf, der den Wunsch zu schlafen zunächst einmal verdrängte.

Überall dort, wo nachts Licht brennt, rotten sich die nachaktiven unter den Insekten zusammen. Man kennt das ja beispielsweise von Campingplatztoiletten, die meist die ganze Nacht beleuchtet sind. Dort kreucht und fleucht alles, was mehr als vier Beine hat und nachts nicht schläft. Begünstigt durch den Umstand, dass Campingplätze zumeist im Grünen liegen, mit allerlei Bäumen, Sträuchern und Gestrüpp, nicht nur drum herum, sondern einfach überall, ist dort die Hölle los. Und das ist die Hölle für einen Spinnen- und Insektenphobiker wie mich, der sich den Teufel mit acht haarigen Beinen, zwei Paar Flügeln, Facettenaugen, Chitinpanzer und langen Fühlern vorstellt, und nicht als sympathischen Pferdefußträger mit Hörnern und Oma.

Ähnliche, wenn auch meist harmlosere Nebenhöllen findet man auch auf einsamen Autobahntoiletten, S-Bahnhöfen, in Unterführungen, Bushaltestellenwartehäuschen, eigentlich an jeder Straßenlaterne – überall dort, wo nachts Licht brennt. Millionen und Abermillionen von Insekten schwirren, summen und flattern Nacht für Nacht um Millionen von Lampen. Diese Vorstellung jagt mir eiskalte Schauer über den Rücken, wirft aber auch eine Frage auf:

Was haben die früher, als es noch kein elektrisches Licht gab, während der Nacht getan?

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Wässrige Probleme

Neulich, irgendwann zwischen dem 11. September und Nikolaus des vergangenen Jahres, stellte ich, aufmerksam geworden durch Tropfgeräusche, unter meiner Spüle eine kleine Undichtigkeit fest. Ein fachmännischer Blick in das Chaos meines Spülenunterschrankes bestätigte meinen Verdacht: Von der Armatur tropfte langsam aber stetig Wasser auf das Kunststoffgehäuse des darunter befindlichen Durchlauferhitzers. Ich behob den Schaden durch das exakte Platzieren eines Glases und gab meiner Armatur Zeit sich selbst zu reparieren.

Vor kurzem, es muss Anfang Februar gewesen sein, bekam ich einen Arbeitsanfall und begab mich eifrig in die Küche um den Abwasch zu erledigen, bevor die Teller laufen konnten. Ich spülte eine Weile bis ich feststellte, dass meine Füße nass wurden. Ich sah auf den Boden und der Anblick, der sich mir bot, ließ spontane Hoffnungen auf einen baldigen Tod durch Ertrinken aufkommen. Reflex gesteuert riss ich die Tür meines Spülenunterschrankes auf und sah meine Befürchtungen erneut bestätigt: Das Wasser plätscherte munter von der Armatur in das randvolle Glas, von dort auf das Kunststoffgehäuse des Durchlauferhitzers und von diesem der Gravitation folgend an allen vier Seiten auf den Boden runter, wo es sich unkontrolliert ausbreitete. Wäre ich romantisch veranlagt, hätte ich diesem Szenario vielleicht einen gewissen Reiz abgewinnen können; bin ich aber nicht, habe ich also nicht.

Mein Blick fiel als nächstes auf ein weiteres, wesentlich dramatischeres Problem: Neben dem Durchlauferhitzer saß regungslos eine kleine Spinne, die mich feindselig anblinzelte. Da meine Naturverbundenheit bei Arachniden sowie Insekten jeder Art (Ausnahme: Marienkäfer, die finde ich hübsch) abrupt endet, verlor die Spinne in der Sekunde des Entdecktwerdens ihre Lebensberechtigung. Ich griff zum Telephon und wählte die Notrufnummer des lokalen Tierchen-Terminators. Leider hatte mein Nachbar die Mailbox an, war also nicht erreichbar und ich auf mich allein gestellt. Ich wählte eine Waffe, die zwei Hauptkriterien erfüllte: Größtmögliche Distanz zwischen mir und dem Feind sowie ein Höchstmaß an Effektivität. Der Kampf war kurz und für mich siegreich. Die Spinne hatte die Wahl, ihre Evolution auf Lichtgeschwindigkeit zu beschleunigen um sich dem neuen Lebensraum Staubsaugerbeutel anzupassen oder zu sterben.

Ich widmete mich wieder dem sintflutartigen Treiben unter meiner Spüle und beschloss, diesmal geeignetere Maßnahmen zu ergreifen. Nachdem ich den Schrank komplett ausgeräumt und trocken gelegt hatte, stellte ich eine große Plastikschüssel unter den Durchlauferhitzer. Dadurch hoffte ich Zeit zu gewinnen, bis ich mich aufraffen konnte, eine fachmännische Reparatur (alles solange mit Silikon zuschmieren bis es aufhört zu tropfen) durchzuführen. Meine innere Stimme warf mir Faulheit vor; ich konterte mit dem Argument, dass Silikon nur auf trockenen Untergründen ausreichend haften würde, meine innere Stimme gab sich geschlagen und verstummte wieder. Die Anschaffung einer neuen Armatur würde sich nicht lohnen, da innerhalb der nächsten drei Monate entweder meine Wohnung fertig gestellt oder mein Tod eintreten wird, wie ich hoffte.

Dies alles war durch das groblöchrige Sieb, welches ich groteskerweise immer noch als Gedächtnis bezeichne, gefallen bis ich heute Morgen erneut begann, mein Geschirr zu spülen um die Zeit der Schlaflosigkeit totzuschlagen. Das warme Wasser lief aus der Leitung, ich spülte, es plätscherte, meine Füße wurden nass. Ohne das Wasser abzustellen, öffnete ich den Spülenunterschrank und betrachtete fasziniert die Niagarafälle. Für einen Moment überlegte ich, mein Spülaktivitäten unter die Spüle zu verlegen, da dort mehr Wasser lief als in der Spüle. Ich verwarf den Gedanken jedoch sofort wieder, da mein Rücken mir ein Arbeiten in Embryonalstellung eventuell übel nehmen könnte. Ich griff in die Fluten um die Plastikschüssel aus dem Schrank zu heben und zu leeren, dann stellte ich sie anschließend wieder drunter.

Ich hatte von meinem Sanitär-Problem die Schnauze voll und ging duschen. Allerdings war heute wirklich alles gegen mich. Mein Durchlauferhitzer spinnt schon seit längerem rum, schaltet sich nach Lust und Laune ein und aus. Heute entschied er sich aus zu bleiben, also kontaktierte ich meinen Vermieter. Dieser zog die fachmännische Hilfe eines Elektrikers hinzu, der das Gerät für anfällig und überhaupt untauglich erklärte und bestimmte, dass ich ein neues bräuchte. Morgen baut er es ein.

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