Archiv der Kategorie: Kultur

Mit der Kultur ist es bei mir nicht allzu weit her, wegen sich diese Kategorie nur schleppend füllt.

Nofretete ade?

Gestern war in der Zeitung zu lesen, dass die Ägypter, speziell der Chef der Ägyptischen Altertümerverwaltung, von Deutschland, speziell dem Ägytischen Museum in Berlin, die Herausgabe der berühmten Nofretete-Büste gefordert haben.

Westdeutsche Zeitung 25.01.2011

Ich sehe das Thema mit gemischten Gefühlen. Einerseits sollten Kunst- und Kulturgegenstände dort aufbewahrt werden und zu besichtigen sein, wo sie ihren Ursprung haben. Andererseits wird der Kreis derer, denen sie zugänglich sind, dadurch natürlich stark eingeschränkt. Beim Lesen des Artikels kam allerdings sofort eine kindliche Trotzreaktion auf. “Die ist so schön, die will ich nicht hergeben!”
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Tut-Anch-Amun

Heute war ich bei J., meiner bekanntlich besten weil einzigen Freundin. Dort lag eine TV-Zeitung auf dem Tisch, aus welcher ich gleich mal zwei Seiten rausgerissen habe, denn da will ich unbedingt hin; eine Ausstellung einiger Grabschätze Tut-Anch-Amuns in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn. Unbedingt!

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Echnaton und Kollegen

Anfang April hatte ich ein paar Notizen gemacht, mit welchen Aktivitäten ich meinen kulturellen Horizont in der Abschiedsphase noch erweitern wollte. Über die MoMA habe ich berichtet, in norway.today war ich auch (habe ich lediglich vergessen zu erwähnen, kommt aber noch), die Reichstagskuppel ist zugunsten des SeaLife ausgefallen und die Mutanten-Sammlung im Medizinhistorischen Museum der Charite zu Berlin habe ich vor über zwei Jahren bereits einmal gesehen.

Am vergangenen Wochenende war nun das Ägyptische Museum dran. Dazu muss man wissen, dass das alte Ägypten die einzige Epoche des Geschichtsunterrichts war, die mich interessiert und darüber hinaus auch fasziniert hat. Diese Faszination wurde zwar zwischendurch immer wieder mangels entsprechendem Input auf Eis gelegt, ist aber nie ganz verschwunden. Vor zwei Jahren ist sie ganz intensiv wiedererwacht und fand ihren vorläufigen Höhepunkt am Sonntag darin, einmal vor wahrhaftigen Sarkophagen, Papyrii, Schmuckstücken, Gebrauchsgegenständen sowie Granitstatuen und anderen Dingen zu stehen, die zwei- bis fünftausend Jahre alt sind.

Der Schwerpunkt des Ägyptischen Museums liegt bei dem Herrscherpaar Echnaton und Nofretete. So kann man auch gleich zu Beginn die wundervolle Büste der Königin Nofrete bewundern, mit Abstand das schönste Stück in der Sammlung.

Auffällig und faszinierend zugleich waren für mich nicht nur die Farbepracht von Bemalungen oder Schmuckstücken, sondern auch wie gut diese teilweise noch erhalten sind. Beeindruckend mit wie viel Mühe die Ägypter ihre Zeichnungen und natürlich die Schriftzeichen in Sandstein gehauen, in Gold geritzt oder auf Holz gemalt haben. Auf mich wirkte dies stets unheimlich liebevoll und mit viel Hingabe gemacht.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich die Bauweise der Ägypter: groß und imposant. Hiervon kann man sich zumindest annähernd ein Bild machen, wenn man durch das Tempeltor von Kalabscha geht.

Ein Besuch, der sich gelohnt hat!

Surftipp: www.selket.de

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Das MoMA in Berlin

Gestern war ich da. Ich bin kein Kunstkenner und auch nicht übermäßig interessiert, aber dieses Spektakel wollte ich mir nicht entgehen lassen.

Und ich bin ein Fan von Salvador Dalí, der vergangenen Monat seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte. Von ihm waren zwei Bilder in der Ausstellung zu sehen: Illumined Pleasures und The Persistence of Memory, das vermutlich bekannteste Gemälde von Dalí. Überrascht war ich, dass beide Bilder im Orinigal nicht besonders groß sind. Wie auf den verlinkten Seite angegeben, haben sie etwa die Größe eines DIN-A-4-Blattes.

Allerdings macht sie das nicht weniger eindrucksvoll, denn für diese beiden gilt das Gleiche wie für alle anderen Gemälde auch: kein Photo, kein Poster, kein Kunstdruck kommt an die Schönheit des Originals auch nur ansatzweise heran. Gerade die Ölfarben leben vom Licht. Die oben erwähnten Abbildungen reflektieren das Licht lediglich, die Ölfarben nehmen es auf und spielen damit, um sich je nach Lichteinfalls- und Blickwinkel in einem anderen Strahlen zu präsentieren. Das gilt sogar für Pollock, über dessen Künstler-Sein sich vortrefflich diskutieren lässt, der mir beim zweiten Gemälde gleicher Machart jedoch nur noch ein unterdrücktes Gähnen abringen konnte.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich dieses erhebende WOW-Gefühl, das mich bisweile überkam, wenn mir bewusst wurde, die seltene Gelegenheit zu haben, vor einem echten Picasso, Monet, Cézanne, Klee, Miró, Kadinsky, van Gogh, Matisse oder (natürlich) Dalí zu stehen. Ein unvergessliches Erlebnis, das sich auf jeden Fall gelohnt hat.

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Sushi

Gestern war ich mit einer Bekannten u. a. im SeaLife. Ganz nett. Ich mag Fische, keine Frage, bin selbst Besitzer eines Aquariums und schau sie mir gerne an. Auch sind die Becken ganz nett gemacht. Natürlich ist alles nicht einmal annähernd so groß, wie man es sich nach dem Studium der Webseite oder der Hochglanzprospekte vorstellt. Nicht einmal die Fische. Außerdem haben beinahe alle Becken gewölbte Scheiben. Das lässt zwar die Fische größer aussehen und wirkt auch recht dekorativ, macht einen aber mit der Zeit völlig irre. Und die Gänge sind sowieso viel zu eng. Kaum irgendwo hat man Platz, etwas länger stehen zu bleiben ohne die anderen Besucher zu behindern.

Ich habe nichts gefunden, was 13,50 Euro Eintritt pro Personen rechtfertigen würde, den Gegenwert von 60 Beuteln Reis (0,89 Euro pro 4-Beutel-Packung bei Lidl).

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Kultur

Auf meinem Kultur-Kalender bis Juni 2004 stehen derzeit noch folgende Veranstaltungen:

Außerdem will ich auch da mal rauf. Das wollte ich schon öfter und aus aktuellem Anlass jetzt wieder. Leider führt der Weg vom Wollen zum Tun immer noch über den beschwerlichen Pfad des Aufraffens, womit ich wieder bei einem meiner Lieblingsthemen wäre.

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Angekommen

Es ist 7:30 h – Bernhard ist noch nicht da. 30 Minuten Zeit für Paranoia übelster Sorte! Meine Habseligkeiten: 2 Taschen mit Klamotten, 1 Karton mit Papierkram, 1 Kiste mit Computerkram, 1 Kiste mit Lebensmitteln (inkl. Flasche Champagner), TV + Stereoanlage, compi und schleppi und natürlich meine Fische samt Aquarium sowie mein Stoff-Elch (ich nehme nur das nötigste mit) stehen am Straßenrand und mittlerweile bin ich felsenfest davon überzeugt, verarscht worden zu sein. Diese Art von Humor kann ich insbesondere um 7:00 h morgens gar nicht leiden. Ich ziehe gerade in Erwägung, Bernhard die Russen-Mafia auf den Hals zu hetzen, als der Golf Variant um die Ecke biegt. Ich pfeife meine Phantasie-Russen in letzter Sekunde zurück und Codo ran, der im Hauseingang gewartet hat. Die Sachen ins Auto, der Abschied kurz: “Mach’s gut, ich ruf nachher mal an…” Wir haben gestern abgesprochen, uns eine Schnulz-Szene zu ersparen.

Jetzt sitze ich im Auto neben einem wildfremden Mann auf dem Weg … tja, hier fehlen mir die passenden Worte für einen pathetischen Abgang. Jedenfalls sind wir erstmal auf dem falschen Weg auf der Autobahn und müssen bei der nächsten Ausfahrt wenden. Das ist aber nicht meine Schuld, sondern liegt am Amt, das für den Autobahnbau zuständig ist, weil’s hier nur für eine Richtung eine Auffahrt gibt.

Naja, man labert über dies und das, Small-Talk eben, Nichtraucher übrigens. Man redet übers www. Bernhard meint, dass es ja so Leute geben soll, die fast nur vor dem Rechner hängen und nächtelang chatten. Ähm ja, von denen habe ich auch schon gehört…

Was mich denn nach Berlin verschlägt, will er wissen. Freundeskreis, Sozialkontakte, blabla… Ich erzähle irgendwas. Er muss dorthin, da er in der Familie einen Trauerfall hatte und nun die Wohnung des Verstorbenen an den Vermieter übergeben muss. Die Freisprecheinrichtung des Handys erteilt quäkend nähere Auskünfte, als die Vermieterin später anruft und ich unfreiwillige Zeugin des Gesprächs werde. Nachdem die Termin-Frage geklärt ist, erkundigt sich besagte Vermieterin ganz einfühlsam: “Was hat ihn denn zu dieser Verzweiflungstat getrieben?”

Ich kann nicht mehr, gucke angestrengt aus dem Fenster … bloß nicht laut loslachen … Er hat getrunken, war nun auch noch pleite … reiß dich bloß zusammen … Ich starre angestrengt aus dem Fenster. “Aber man kann doch trotzdem weiterleben”, quäkt es aufdringlich aus dem Lautsprecher. Ich verzichte auf mein Plädoyer, ich brauche dringend eine Zigarette, täusche Blasenschwäche vor, ich brauche frische Luft, sonst platze ich.

Der Rest der Fahrt verläuft fast schweigend. Ich bin müde. Der Akku von meinem Handy ist leer, ausgerechnet jetzt! Das Scheiß-Ding funzt auch nie, wenn man es wirklich braucht. Für die letzte SMS an Sophie reicht es gerade noch.

Wir sind da. :-)

Soul und smu natürlich noch nicht. Also schleppe ich meinen Scheiß wiedermal fast alleine, Sophie hilft mir dabei. Pünktlich als wir fertig sind, kommen die Herren endlich und haben eine Überraschung für mich: Anstatt mich gleich geduscht, erschöpft und müde auf die Couch schmeißen zu können, machen wir heute Nacht einen Museumstrip. Verhaltener Jubel. Ich bin seit heute Morgen 6:00 h (!) wach, habe außer ein paar Kirschbonbons noch nichts gegessen und würde gerne duschen. Wir fahren mit dem allernötigsten (Klamotten, Bettzeug, schleppi und Stoff-Elch) in smus Wohnung. Ich habe 15 Minuten Zeit, meine Sache auszubreiten, mich hier einzuleben und zu duschen.

Dann geht’s auch schon wieder weg von der gemütlichen Couch und hinein ins Nachtleben. Ich glaube, wir haben die halbe Stadt zu Fuß erkundet. Wir waren im Dom – Was kann es Wichtigeres geben als einen Kirchenbesuch am Tag des Umzugs?! Außerdem kenne ich jetzt einen weiteren McDonald’s, ein paar Nutten und endlich die Mutanten-Sammlung, die ich im Sommer schon sehen wollte.

Irgendwann nachts sind wir endlich daheim – und während ich das hier schreibe, ist sie wieder da, diese Fassungslosigkeit; weiß nicht, wie lange es dauert, bis ich hier wirklich daheim bin, das Urlaubs-Feeling vorbei ist und ich endlich fassen kann, hier jetzt zu wohnen – Ich bin todmüde und kaputt. Diesmal ohne jede Morbidität, ich bin einfach nur noch müde, meine Füße sind taub, die Beine erholen sich vermutlich nie wieder, mein Rücken bricht gleich durch und ich fühle mich erstaunlich gut. :-)

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