Das Telephon ist da!

Vor wenigen Tagen fand ich in meinem Briefkasten wieder eine Abholkarte für ein Paket. Heute, einen Tag vor dem Urlaub, fahre ich mit J. zur Post, um mein Telephon abzuholen. Auf dem Weg zum Auto hole ich noch schnell die Post aus dem Briefkasten, ein Brief vom Möbelhaus ist dabei, man hat den Vertrag von meiner Couch gekündigt und die 1000 DM Anzahlung einbehalten, da die Lagerzeit nun schon zu lange dauert. Scheißleben. Mit diesem Gedanken sitze ich auf dem Beifahrersitz, schaue aus dem Fenster, mag nicht reden, mag nicht zur Post, mag nicht in den Urlaub fahren, mag gar nichts mehr. Aber was soll’s, geht nun nicht mehr anders. Irgendwann im März sagte man mir, man könne mir noch nicht genau sagen, wann ich meinen Anschluss endlich bekäme.

Wieder daheim habe ich mein neues ISDN-Telephon unter die Lupe genommen. Man kann die Blende gegen eine farbige austauschen, was ich auch tun wollte. Etwa 15 Minuten mühte ich mich damit ab, das graue Teil von dem Gerät zu entfernen. Erfolglos. Also doch ein Blick in die 92 Seiten umfassende Bedienungsanleitung. Allerdings hilft der Text auch nicht wirklich weiter:

Zum Wechseln der Blende fassen Sie diese mit der rechten Hand an der oberen linken Ecke (ueber dem Display). Die linke Hand legen Sie auf den Hoerer und halten so das Telephon gegen die Unterlage gedrueckt. Ziehen Sie nun die Blende mit einem kraeftigen Ruck nach vorne weg (leicht aufwaerts).

Hm. Während ich mich für die brutale Methode entschieden habe und das Telephon an die Wand schmeißen will, bittet J. darum, einen letzten Versuch unternehmen zu dürfen. Ich gebe ihr das Schweizer Präzisions-Gerät und zwei Sekunden später ist die Blende ab…

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