Was war inzwischen – KW 24

Es hat ja nun schon ewig kein „Was war inzwischen“ mehr gegeben. Irgendwie dreht sich hier alles nur noch um meine Krankheit, was mir teilweise selbst gewaltig auf die Nerven geht. Also kneif ich jetzt mal den Hintern zusammen und mache einen Rückblick, der allerdings etwas mehr als eine Woche umfasst, weil ich noch ein paar Links gefunden habe, die ich nicht vorenthalten wollte. Und vielleicht schaffe ich es ja auch mal wieder, das halbwegs regelmäßig zu machen.

Mich nervt ja dieser Gender-, Quoten- und sonstige Gleichmachungswahn ungemein. Dies liegt zum einen an den Mitteln, die da gewählt werden (Weil man etwas gleich nennt, ist es noch lange nicht gleich!) und zum anderen an denen, die übers Ziel hinaus schießen. Anfang des Monats hat die taz eins auf den Deckel bekommen, weil sie eine Volontariatsstelle ausschließlich für Frauen ausgeschrieben hatte. Wobei ich gar nicht weiß, welches Argument ich bescheuerter finden soll: Diskriminierung als antidiskriminierende Maßnahme oder eine Volontärin zur Erhöhung der Frauenquote in Führungsposition.

Noch ein Link zur Gleichmacherei: Und plötzlich ist der Olli schlau . Noch so ein Trugschluss, die Chancengleichheit zu erhöhen, indem man jedem irgendeinen Schulabschluss in die Hand drückt, auch wenn er kaum schreiben kann. Übertrieben? Wartet mal ab, Kinder können heute nicht mehr mit der Hand schreiben. Vermutlich sind deswegen auch Jogginghosen und Leggins als Alltagskleidung (wieder) sehr beliebt. Zum Schließen von Knöpfen und Reißverschlüssen ist schließlich auch eine gewisse Feinmotorik notwendig.

Apropos Umbenennung, damit lassen sich auch ganz prima Schulden abbauen. Sigmar Gabriel, Genosse der Bosse 2.0, der Investitionen in die Wirtschaft „Reformen“ nennt und diese Kosten für Reformen aus den Staatsdefiziten herausrechnen will. Mit anderen Worten: Wir blasen den Konzernen noch mehr Geld der Steuerzahler in den Arsch.

„Es muss ein Ruck durch Europa gehen!“ Der erste Ruck kam am 25. Mai bei der Europawahl aus Frankreich und Vereinigten Königreich. Und wenn man so weiter macht und zwanghaft versucht, aus einem Bündnis souveräner Staaten eine willkürlich zusammengewürfelte Ansammlung von Bundesstaaten zu machen, hat man möglicherweise bald größere Probleme, als die Warmhaltefunktion von Kaffeemaschinen. Ich für meinen Teil habe schon lange genug von der EU und dem Schmierentheater, das uns da für viel Geld geboten wird, das unsere Grundrechte einschränkt, unsere Freiheit bedroht. Angst und Bange wird mir beim Gedanken an das Transatlantische Freihandelsabkommen. Wenn man sich einmal die Macht der Konzerne und die Entwicklung auch und vor allem der politischen Einflussnahme in den USA vor Augen führt, muss man fast zwangsläufig dagegen sein. Schon länger stellt sich da nicht mehr die Frage nach ob oder ob nicht, sondern nur noch nach dem Wann und Wohin.

Vielleicht sollte die BILD-Zeitung mal eine Kampagne gegen das Freinhandelsabkommen starten, Christian Wulff haben sie ja auch zu Fall gebracht. Jajaja, ich höre schon die Töne, der wäre ja als Bundespräsident eh untragbar gewesen und blablabla. Aber unabhängig davon, ob er nun ein guter oder ein schlechter Präsident war, ist es ein Skandal ohne Gleich, dass ein Boulevard-Blatt ihn zum Rücktritt gebracht hat und sich niemand, wirklich niemand in diesem Land über diesen Umstand aufregt. Stefan Niggemeier hat das mal zusammengefasst. In einem Land, in dem diese Zeitung über das Staatsoberhaupt entscheidet und sich niemand daran stört, möchte ich eigentlich auch ohne TTIP nicht leben.

Dabei ist Wulff nur ein Opfer des Zeitgeistes: Absolute individuelle Freiheit und höchste moralische Ansprüche – Ein Widerspruch in sich. Am Beispiel Frauke Ludowig von RTL wird in der Zeit Online dem Problem einmal nachgegangen.

Das Repräsentative an Frauke Ludowigs Starmagazin ist nichts anderes als die Vernarrtheit in die Verfehlung, der etwas Krankhaftes, fast möchte man sagen: etwas Perverses anhaftet. Aber diese Vernarrtheit wurde nicht von einer RTL-Redaktion erfunden. Sie ist das Echo einer Gesellschaft, die ihre Energie daran verschwendet, sämtliche Promotionsarbeiten hochrangiger Politiker nach unausgewiesenen Zitaten zu durchstöbern, die irre genug ist, die linkische Bemerkung eines Altliberalen über Dirndldekolletés zum Sexismusskandal hochzujubeln, die ernsthaft überlegt, ob Politiker für Übernachtungen bei Freunden zahlen müssen, die sich unsicher ist, wo die Grenze zwischen freiwilliger Prostitution und illegaler Zwangsprostitution verläuft, und die sich noch unsicherer ist, ob es private Diaabende geben darf, bei denen Strandfotos von Kindern gezeigt werden.

Ja, so ist das im modernen Europa, zum Kotzen. Machen wir lieber etwas mit Tieren. ;-)

Die Polizei in Bottrop hatte einen Vogel, genau genommen sogar ein ganzes Nest davon in einem Polizeimotorrad. Aber nicht nur die Polizei, auch Familie W aus H hat ungewöhnliche Gäste auf ihrem Balkon. Noch viel ungewöhnlicher war allerdings der Transport der Besucher in ein etwas artgerechteres Biotop. Galerie ansehen lohnt sich unbedingt!

Ein Tigerkatzitatzi will unbedingt in die Disco. Und wenn ein Tigerkatzitatzi sich etwas in den Kopf gesetzt hat, kann es sehr hartnäckig sein und sogar ein Fall für die Polizei werden.

Da wird es Zeit, dass mal jemandem einem Tigerkatzitatzi erklärt, wie seine Welt funktioniert:

Und zum Schluss noch etwas musikalische Erziehung für Zwergotter:

Außerdem gibt es neue Links bei un-sinn: Drowning in Problems und The Restart Page

Und last but not least das Photo der Woche, diesmal unter dem Motto: Nicht den Kopf in den Sand stecken, ein Mülleimer tut’s auch. ;-)

kopf_im_muell

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.