Was war inzwischen – KW 28

Eine neue Rubrik in meinem Blog. Einmal pro Woche möchte ich all die Kleinigkeiten posten, die mir während der Woche aufgefallen sind, aber für die sich entweder kein eigener Blogbeitrag lohnt oder ich keine Zeit hatte oder keine Lust oder oder oder …

Diese phantastische Idee ist zugegebenermaßen nicht auf meinem Mist gewachsen. Bei langweiledich.net gibt es schon länger die Kleinigkeiten und neuerdings bei Klopfers Web gibt es das auch, dort heißt die Reihe „Was haben wir diese Woche gelernt?“, hat aber keine eigene Kategorie und kann daher nicht verlinkt werden.

Diese tolle Idee habe ich jetzt geklaut und starte mit der 28. Kalenderwoche. Den Titel hat die Reihe einer kleinen Episode aus meiner fernen Vergangenheit zu verdanken. Ich hatte einmal eine Auseinandersetzung mit der Schwester meiner lesbischen Nachbarin. Beide sind Zigeunerinnen und die Schwester außerdem Domina von Beruf. Der Dame bin ich irgendwann auf den Schlips getreten und das feurige Temperament der Zigeunerin paarte sich mit der Hinterlist der Domina und wünschte mir die Pest zusammen mit einer Horde Amazonen aus dem horizontalen Gewerbe an den Hals.

Ich flüchtete an diesem Abend auf Empfehlung und mit der Freundin meiner Nachbarin in eine Lesben-Kneipe, wo ich mich mit meinen Ordnern und Büchern an die Bar setzte und in Ruhe auf meine mündliche Abschlussprüfung, die am darauffolgenden Tag anstand, vorbereitete. Als wir spät abends heimkamen, hing ein Notizzettel an meiner Tür, so ein vorgedrucktes Ding von Zweckform, das die Überschrift „Was war inzwischen?“ trug. Auf diesem Zettel teilte mir ein Polizist mit, dass man während meiner Abwesenheit meine Wohnung geöffnet hatte, da der Polizei gemeldet worden war, ich würde dort einen Selbstmordversuch unternehmen. Und meine Sicherheit ging nunmal vor. Die mündliche Abschlussprüfung bestand ich am darauffolgenden Tag übrigens mit der Note 1.

Diese abenteuerliche Geschichte – beim Niederschreiben kann ich selbst kaum fassen, dass sie sich so zugetragen hat, aber jedes Wort ist wahr – ist Namensgeberin für die neue Kategorie: Was war inzwischen?

Den Anfang macht mein persönlicher Aufreger der Woche. Ich glaube nicht, dass der so schnell getoppt werden kann: Wimbledon-Siegerin Marion Bartoli wird aufs Übelste beschimpft und das nicht etwa, weil sie so gut Tennis spielt und ihre Kontrahentinnen geschlagen hat oder gar irgendein politischer Makel an ihr haftet (wie neulich im Fußball die Sache mit dem Hitler-Gruß), sondern weil sie nicht schön genug für den Sieg ist. Ich bin fassungslos und total geschockt darüber, welche menschlichen Abgründe sich hier auftun.

Ein weiterer Aufreger seit einiger Zeit ist die Neugier und Datensammelwut der Geheimdienste. Da frage ich mich doch allen Ernstes, was die Leute, insbesondere die Pressevertreter, denn für krude Vorstellungen hatten, was die Geheimdienste den lieben langen Tag tun. Es ist ja nun nichts Neues, dass diese Organisationen in der Hauptsache Leuten hinterherschnüffeln, sie beobachten, ausspionieren und das Ergebnis in irgendeiner Form festhalten. Haben die je etwas anderes gemacht? Vermutlich handelt es sich bei dem Aufschrei um die Wut auf sich selbst, dass das Thema so völlig in Vergessenheit geraten ist. (SPON hat übrigens schon 2007 von der Zusammenarbeit Microsofts und der NSA berichtet.)

Hier eine schon etwas ältere, aber immer wieder gäsenhauterzeugende Interpretation von Stairway to heaven, die selbst Robert Plant von Led Zeppelin die Tränen in die Augen treibt.

Und weil der erste Beitrag durch den Einleitungstext eh schon viel zu lang ist, hier nur noch ein Photo, das ich beim Rewe in der Kühltheke geschossen habe:

Birkenstock-Käse

Birkenstock-Käse

Nomen est omen – Der Käse riecht exakt so, wie es die Assoziation der Herstellerfirma vermuten lässt. ;)

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