Rückruf

Ich wälzte mich eh noch von Einschlafproblemen geplagt von der einen auf die andere Seite, als mein Smartphone ungewohnte Töne von sich gab. „Was will es denn jetzt?“ Das Display erleuchtete das gesamte Zimmer und blendete fürchterlich in den Augen. Ein Anruf einer mir unbekannten Nummer wurde zusammen mit der Uhrzeit angezeigt: 00:26 Uhr.

dark* (verschlafen): „Ja?“
Er: „Sie haben bei mir angerufen?“
dark*: „Nein.“
Er: „Doch, Sie haben bei mir angerufen. Ich habe Ihre Nummer hier auf meinem Display.“
dark* (versucht Ordnung in die verschlafenen Gedanken zu bringen; die Stimme kommt ihr bekannt vor): „Wer ist denn da überhaupt?“
Er: (nennt seinen Namen)
dark* (fällt nach einigem Überlegen endlich ein, mit wem sie es zu tun haben könnte: Ahh, unser Plakatverteiler? Hier ist … (stellt sich mit Namen und Arbeitgeber vor)
Er: „Ja, genau!“
dark*: „Ehm … Ich habe heute Mittag angerufen. Es hat sich mittlerweile erledigt.“ (‚Hat der noch alle Latten am Zaun?‘)
Es folgt eine längere Entschuldigungsorgie mit der ebenso häufigen Versicherung, dass es nichts ausmache, man lacht künstlich, gibt sich höflich usw., begleitet von dem Gedanken, er solle nun endlich die Fresse halten und das verdammte Handy weglegen, damit dark* weiterschlafen kann…

3 Kommentare:

  1. ohmeingott!! Können Menschen wirklich so einen Knall haben????? Wer ruft denn bitte seine Anrufe-in-Abwesenheit-Liste nachts um halb eins zurück??? Den würde ich wegen Ruhestörung verklagen!

    Andererseits, wieso führst Du Firmengespräche von DEINEM Smartphone? Oder falls es ein Firmensmartphone wäre, warum machst Du es nach Feierabend nicht aus? Aber für beides gäbe es diverseste Varianten. Da war das Antanzen unserer Püppi heute früh um dreiviertel sechs, als ich Pappi gerade zum Bahnhof bringen wollte und Püppi entsprechend kurzerhand im Schlafanzug mit ins Auto steckte, geradezu harmlos. Aber so richtig an das geplante Wiedereinschlafen nach der Rückkehr war nicht zu denken. Wollen ja, aber können ging irgendwie bei beiden nur schwer.

    • Firmengespräche von meinem Smartphone sind schnell erklärt: Ich habe 120 Freiminuten, die ich nie nutze. Auf der Arbeit haben wir nur eine Festnetz-Flat, weil sich die Mobil-Flat nicht wirklich lohnt. Wozu also der Telekom beim Festnetzanschluss das Geld in den Rachen werfen, was ich an anderer Stelle bezahle, ohne den möglichen Nutzen in Anspruch zu nehmen? Außerdem war grad kein anderes Telephon frei. ;-)

  2. übrigens: ich habs bemerkt! Sieht nett aus. Siehste, geht doch wiedermal was vorwärts.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.