Eis zum Frühstück, miles away

Es hat sich einiges verändert in letzter Zeit, so auch manche meiner Gewohnheiten. Während bis vor einigen Tagen Wachwerden und Aufstehen eins waren, liebe ich es mittlerweile, mich im Bett noch einmal einzukuscheln, umzudrehen, ein wenig zu dösen, irgendwelche Gedanken nachzuhängen, was weiß ich. Würde mir jemand Kaffee ans Bett bringen, bliebe ich bis mittags oder noch länger liegen. Irgendwann raffte ich mich heute aber doch auf. Zum Frühstück gönnte ich mir in der Stadt zwei Kugeln Eis.

Der überwiegende Teil des Tages ist dem 1000-Meilen-Blick gewidmet, surfen durch die eigenen Gedanken, einfach mal anhalten lassen, wo sie gerade wollen. Bisweilen ist das meine liebste Beschäftigung, der ich mich jetzt wieder ungeniert hingebe, und ich hasse es, wenn sie jemand mit der Frage „Was ist?“ unterbricht. Meine Standardantwort lautet: „Nichts.“ Muss denn immer irgendwas sein, nur weil man mal nichts sagt? Ich habe keine Lust auf diese Bespaßungsgesellschaft in Dauerschleife. Manche Menschen brauchen ihr Nichts. Lasst sie doch einfach.

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