Willi

Willi war zwei Wochen unser Haustier und die Biologie-Hausaufgabe meiner Tochter. Er ist Pazifist, ein ekliger Schleimer mit Stielaugen und nur einem Fuß. Trotzdem mögen wir ihn und haben uns bemüht ihm optimale Bedingungen für seinen Aufenthalt in unserem Haus zu schaffen. Seine Aufgaben bestanden darin, unter Beobachtung zu fressen, über eine Glasplatte zu kriechen, sich überall berühren zu lassen und die zwei Wochen bei uns zu überleben, um an der heutigen Biologie-Stunde teilzunehmen.

In der ersten Woche war er noch recht aktiv und hat interessiert seine Umwelt beäugt sowie gut gefressen. In der zweiten Woche schien er sich nicht mehr so wohl zu fühlen, bewegte sich nicht mehr viel und litt an Appetitlosigkeit. Auch wurde er mehrmals für tot erklärt, weil er stundenlang regungslos am selben Fleck klebte. Aber er hat durchgehalten, wofür wir ihm außerordentlich dankbar sind.

Wenn ich mein Humpelstielzchen heute von der Schule abhole, werden wir Willi in die Freiheit entlassen. Da es uns nicht wirklich gelungen ist ihn zu domestizieren, habe ich keine Bedenken, dass er sich in freier Wildbahn wieder zurechtfinden wird.

Mach’s gut, altes Haus!

Ein Kommentar:

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