dark*s Manifest

Jetzt reicht’s!

Wenn dark* diese Worte spricht, geht der erfahrene Kenner in Deckung und spricht ein stilles Gebet, er möge nicht der Auslöser für ihren Zorn sein, denn mit diesen Worten wird eine Explosion eingeleitet. Vorbei ist die Zeit der leeren Drohungen und wilden Versprechungen, jetzt folgen Taten, und zwar sofort. Selbst dem Kater ist die Bedeutung dieses Ausrufs offenbar bekannt, denn als ich fertig mit dem Wohnungsputz war und mit diesen Worten Richtung Schreibtisch dampfte, sah ich ihn in Deckung huschen. Auslöser meines heutigen „Jetzt reicht’s!“ sind die (ich nenne sie mal freundlich:) Missverständnisse betreffend der Aufgabenverteilung unserer kleinen Wohngemeinschaft. Da jedoch niemand da war, auf den mein Zorn hätte herabfallen können, hängt nun folgende Bekanntmachung in unserer Küche:

dark*s Manifest

Um auch weiterhin ein friedliches Zusammenleben zu gewährleisten, sind ein paar Grundregeln und deren Einhaltung zwingende Voraussetzung.

Putzen
Diese Wohnung ist nicht selbstreinigend! Daher ist es unerlässlich, die hygienischen Zustände der Böden und sämtlicher Oberflächen regelmäßig zu modifizieren. Die Aufgabenverteilung ist dabei wie folgt:

Der Mitbewohner ist für sein Zimmer und das Wohnzimmer alleinig zuständig, außerdem für die Böden in Küche, Flur und Treppenhaus (Termine siehe Kalender). Zu den Aufgaben gehört Staub saugen, dabei die Fußleisten nicht vergessen (Staubfänger), und wischen.

dark* ist für ihr Zimmer und das Kinderzimmer alleinig zuständig, außerdem für Bad und WC (alles, was es dort zu putzen gibt).

Das Kind ist je nach Tagesform universell einsetzbares Helferlein oder Handicap.

Putztag ist Samstag.

Wäsche

Schmutzwäsche gehört in die Wäschetonne, nicht oben drauf!

Damit die Wäsche nicht nur sauber und gutriechend, sondern auch in ihrer ursprünglichen Form, Farbe und Größe wieder aus der Waschmaschine herauskommt, bleibt diese Aufgabe dark* zugeteilt. Es wird nur gewaschen, was sich in der Tonne befindet; ein Rundgang zum Einsammeln von Wäsche findet nicht statt.

Klopapier

Klopapierrollen kann jeder (mit Ausnahme des Katers) wechseln. Dies erfordert keine besonderen Fähigkeiten und ist von demjenigen zu erledigen, der das letzte Blatt der vorhandenen Rolle benutzt. Leere Rollen werden nicht auf dem Waschbeckenrand gesammelt, sondern gehören in den dafür vorgesehen Mülleimer.

Mülleimer

Müll gehört ausschließlich in die eigens dafür bestimmten Behältnisse.

Die Kapazität eines Mülleimers endet mit dem oberen Rand des jeweiligen Behältnisses. Experimente, die darauf abzielen herauszufinden, wann gestapelter Müll der Schwerkraft widersteht, sind zu unterlassen.

Volle Mülleimer können von jedem (mit Ausnahme des Katers) ausgeleert werden.

Ordnung

Der Küchentisch ist keine allgemeine Ablagefläche.

Jedes Ding in dieser Wohnung hat einen Platz, an den es gehört. Dorthin und nur dorthin ist es bei Nichtgebrauch zu räumen. Dies gilt nicht nur aber insbesondere für Leergut, Werkzeug, Tesafilm und die Küchenschere.

Gump-Gesetz

Wer kocht, füttert die Katze!

Schlusssatz

Beschwerden gegen dieses Manifest nehme ich täglich zwischen dem Aufstehen und meinem ersten Kaffee entgegen.

Gleich kommen sie nach Hause, mal sehen…

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