Der Tod der Waschmaschine

Wir erinnern uns, es begann mit einem Pfeifen, das mal mehr mal weniger präsent war und dank dem Gurgeln der Pumpe irgendwann gar nicht mehr wahrgenommen wurde. Jedenfalls wusch sie die Wäsche noch einwandfrei – bis vergangenen Freitag.

Am Freitag lief während des Waschgangs eine braune Brühe an zwei Seiten unter der Waschmaschine hervor, die mir doch ein wenig Sorge bereitete. Der Mitbewohner identifizierte die Flüssigkeit als Öl und erklärte die Waschmaschine für klinisch tot. Sie wurde ziemlich genau sechs Jahre alt und hat uns treue Dienste geleistet. Alle ihr übertragenen Aufgaben erledigte sie stets zu unserer vollsten Zufriedenheit. Ich mochte sie. Haushaltsgerätegott hab sie seelig!

Beim Gammelfleischhändler gibt es diese Woche die jüngere Schwester gleicher Abstammung für schlappe 300 Tacken im Angebot. Die habe ich heute geholt und vor wenigen Minuten erstmals mit der Säuberung von Schmutzwäsche beauftragt. Das neue Familienmitglied ist noch zurückhaltend ruhig, was zunächst einmal sehr sympathisch wirkt. Ich glaube, ich werde sie mögen.

Ein Kommentar:

  1. Meinen Glückwunsch möchte ich in gewisser Weise dazu äußern. Einerseits ist es erschreckend, wie kurz die Lebensdauer solcher Geräte heutzutage ist. Andererseits haben neue Geräte auch meist viele Vorteile, wie geringeren Verbrauch, gerigere Emissionen (von Lärm z. B.) etc. und das bei verbesserter Leistung. Da muss man eben manchmal zu gezwungen werden.

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