Willi II

Entgegen der Planung neulich wurde Willi doch nicht nach Unterrichtsende in die Freiheit entlassen. Das darkinchen hatte dies auf dem Heimweg schlicht vergessen. Zurück im trauten Heim – man stelle sich das vor: Willi lebt in seinem Haus in seinem Haus in unserem Haus ;-) – haben wir beschlossen, dem regungslosen Wesen, das zwischenzeitlich in Kältestarre gefallen war, noch eine Weile länger zu beherbergen. Und zwar so lange, bis diese Herbststürme mit sintflutartigen Regenfällen und nahezu täglichen Hagelschauern da draußen aufhören.

Gestern kam ein Bekannter des Mitbewohners zu uns zu Besuch. Als ich ihm die Tür öffnete, hielt er irgendetwas in der Hand und verkündete, er hätte einen Schwarzfahrer am linken Außenspiegel seines Wagens mit zu uns gebracht. Ich traute meinen Augen kaum, auf seiner Hand schleimte ein Willi II herum!

Dieser illegale Einwanderer wurde sofort zu unserem Willi gebracht und die beiden lieferten sich – im Rahmen ihrer natürlich Möglichkeiten – eine wilde Verfolgungsjagd. Nun haben wir zwei Willis, die darauf warten, dass sich das Wetter endlich der Jahreszeit angemessen verhält und wir sie wieder auswildern können.

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